Arbeitslosenquote steigt auf 6 Prozent
USA: Beschäftigtenzahlen rückläufig

Die Situation am US-Arbeitsmarkt hat sich im November überraschend eingetrübt. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag berichtete, sank die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 40 000.

vwd WASHINGTON. Volkswirte hatten dagegen im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 30 000 erwartet. Im Vormonat war ein Plus um revidiert 6 000 verzeichnet worden, nachdem zunächst ein Rückgang von 5 000 genannt worden war.

Zugleich erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 6,0 % und damit auf den höchsten Stand seit April dieses Jahres. Hier war eine Zunahme auf lediglich 5,8 % prognostiziert worden. Im Oktober hatte die US-Arbeitslosenquote bei unrevidiert 5,7 % gelegen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,3 % bzw. 0,04 $ auf 14,93 $. Diese Entwicklung entsprach den Prognosen. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb unverändert gegenüber Oktober bei 34,2 Stunden.

Beobachter werteten die Daten als Zeichen dafür, dass sich das US-Wirtschaftswachstum seit dem Sommer stark verlangsamt hat. Im dritten Quartal wuchs die US-Wirtschaft um annualisiert vier Prozent, aber Volkswirte gehen davon aus, dass sich die Wachstumsrate im vierten Quartal auf unter zwei Prozent verringert. Die Unternehmen zeigen sich sehr zögerlich bei neuen Investitionen und beim Beschäftigungsaufbau. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sank im Gleichklang mit den Ausgaben der Verbraucher.

Gleichwohl erwarten Volkswirte bei der am Dienstag anstehenden Zinsentscheidung durch die Federal Reserve, dass der Leitzins unverändert bei 1,25 % bleibt. Allerdings hatte die Fed den Zielsatz für Tagesgeld am 6. November um 50 Basispunkte gesenkt und signalisiert, zunächst einmal die weitere konjunkturelle Entwicklung abwarten zu wollen.

Das US-Arbeitsministerium führte den Rückgang bei der Beschäftigung hauptsächlich auf den anhaltenden Stellenabbau im Güter produzierenden Sektor zurück, wobei dieser Sektor auch das Verarbeitende Gewerbe und die Baubranche umfasst. In diesem Sektor gingen 51 000 Stellen verloren, während die Stellen im Dienstleistungsbereich um 11 000 zunahmen. Der Einzelhandel baute 39 000 Stellen ab, was für Beobachter überraschend war, da dieser Sektor zu dieser Jahreszeit gewöhnlichweise einen Stellenaufbau verzeichnet. Das US-Arbeitsministerium charakterisierte diese Entwicklung als "schwächer als üblich".

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