Archiv
Arbeitsmarktdaten erschütterten Wall Street zum Wochenschluss

An New Yorks Aktienmärkten gab es für die Anleger in der vergangenen Börsenwoche nicht viel zu holen. Der Dow Jones Index konnte zwar am Mittwoch noch einmal die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Zählern erklimmen, verlor dann im Wochenverbleich aber....Prozent und schloss auf 9605 Punkten. Den Nasdaq Index traf es ärger. Das Technologiebarometer konnte nicht einen Tag der verkürzten Börsenwoche mit Punktgewinnen beenden. Im Wochenvergleich gab der High-Tech-Index um Prozent auf 1687 Zähler ab.

Wichtigstes Ereignisse an der Wall Street war in der ersten Septemberwoche die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im August mit 4,9 Prozent nicht nur stärker an als erwartet, sondern auch auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Das verarbeitende Gewerbe entließ im August doppelt so viele Arbeitskräfte wie im Juli. Nun droht möglicherweise eine der tragenden Säulen der US-Wirtschaft wegzubrechen: die Verbraucherausgaben. Eine geringe Zuversicht in die Erholung der Wirtschaft und steigende Arbeitslosenzahlen dürften die Erholung der US-Wirtschaft deutlich verzögern. Sinkende Unternehmensgewinne und ein damit zunehmend angeschlagener Aktienmarkt wären die Folge. Die Besorgnis der Anleger führte am Freitag für deutliche Kursverluste.

Und dabei hatte es nach Intels Analystenkonferenz am Donnerstagabend noch so vielversprechend ausgesehen. Wider Erwarten hatte der weltgrößte Chipkonzern die Umsatzerwartungen für das dritte Quartal auf der Konferenz bestätigt. Der Umsatz werde im betreffenden Quartal zwischen 6,2 Milliarden und 6,5 Milliarden Dollar liegen. Anleger deuteten Intels Prognosen als Zeichen, dass es um die Nachfrage nach Heimcomputern und um die Preise für Chips doch nicht so schlecht bestellt sein kann. Auch die Analysten schienen zufrieden. Goldman Sachs empfahl die Aktie zum Kauf.

Turbulenter als bei Intel ging es in der vergangenen Woche dagegen bei Softwarekollege Microsoft zu. Das US-Justizministerium hat sich am Donnerstag gegen die Zerschlagung des Konzerns ausgesprochen. Damit sollte auch der Gerichtshof, der diesen Fall bearbeitet, keine Zerschlagung anordnen können. Allerdings dürfte der Softwaregigant an Auflagen nicht vorbeikommen. Die Reaktion der Aktie hielt sich auf die gute Nachricht jedoch in Grenzen. Grund war eine fehlinterpretierte Aussage des Microsoft-Finanzvorstands auf einer Analystenkonferenz am Vortag. Der Top-Manager hatte nicht - wie zunächst in den Medien berichtet - die Prognosen für das laufende Quartal bestätigt. Er hatte lediglich darauf hingewiesen, dass die im Juli veröffentlichten Prognosen bisher nicht revidiert wurden. Die Falschmeldung erwies sich jedoch bei schwachem Marktgeschehen am Mittwoch als Retter in der Not und half, die Verluste der wichtigsten New Yorker Aktienindizes zu begrenzen. Unterstützung erhielten die Märkte an diesem Tag auch von Konsumwerten wie Procter & Gamble und Colgate Palmolive. Die Unternehmen bestätigten ihre Prognosen für das dritte Quartal.

Chip- und Mobiltelefonhersteller Motorola und Bekleidungshändler Gap sorgten mit Umsatzwarnungen dagegen für Kursverluste. Eher wenig erfreulich wurde das ohne Zweifel überraschendste Ereignis in dieser Woche aufgenommen: Die Fusion von Hewlett-Packard und Compaq. Die Nummer Zwei der Computerherstelelr übernimmt die Nummer Drei für 25 Milliarden Dollar in Aktien. Beide Unternehmen hatten gegen die Skepsis der Analysten zu kämpfen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%