Arbeitsmarktdaten schwächer als erwartet
Weihnachtsgeschäft beflügelt US-Einzelhandel

Der US-Einzelhandel ist erfolgreicher in das wichtige Weihnachtsgeschäft gestartet als von der Wall Street erwartet. Die Branchenumsätze stiegen im November zum Vormonat saisonbereinigt um 0,4 Prozent auf 302,53 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.

Reuters WASHINGTON. Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet. Das Ministerium führte den Anstieg insbesondere auf die höhere Nachfrage nach Möbeln und Baumaterial zurück. Der Einzelhandelsumsatz macht rund 40 Prozent der Verbraucherausgaben insgesamt aus und gilt als Indikator für den privaten Konsum in der weltgrößten Volkswirtschaft. Dieser repräsentiert etwa zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der USA.

Die Einzelhandelsdaten stützten am Donnerstag vorübergehend die Kurse an der Wall Street sowie den Dollar. Analysten relativierten die Zahlen allerdings. Sie zeigten zwar, dass die Verbraucher die aktuelle Konjunkturschwäche etwas besser bewältigten als erwartet, sagte Anthony Karydakis, Volkswirt bei Banc One Capital Markets in Chicago. "Die Entwicklung bei den Ausgaben ist aber immer noch schwach verglichen mit der im dritten Quartal."

Ohne Autos und Autoteile betrug das Umsatzplus der US-Einzelhändler sogar 0,5 Prozent, wie das Ministerium weiter mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt einen Anstieg von 0,2 Prozent prognostiziert.

Besser als erwartet fielen auch die Daten zum US-Leistungsbilanzdefizit aus. Dieses verringerte sich im dritten Quartal überraschend zum ersten Mal seit einem Jahr und sank auf saisonbereinigt 127,04 (Vorquartal 127,61) Milliarden Dollar. Analysten hatten demgegenüber mit einer Ausweitung des Fehlbetrags auf 132,29 Milliarden Dollar gerechnet.

Schwächer als vorausgesagt waren hingegen die jüngsten Daten zum US-Arbeitsmarkt. Nach Angaben des Arbeitsministeriums stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf 441 000 (Vorwoche 358 000). Analysten hatten einen geringeren Zuwachs auf 382 000 Anträge prognostiziert.

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