Arbeitsplätze für Geringqualifizierte nehmen ab
Bulmahn fordert mehr Chancengleichheit in der Bildung

Bulmahn machte weiter deutlich, dass neun Prozent aller Schulabgänger ohne Abschluss die Schule verließen. 15 % der Jugendlichen hätten keine abgeschlossene Berufsausbildung und fast 40 % der jungen Ausländer in Deutschland erreichten keinen anerkannten Berufsabschluss. Angesichts dieser Entwicklung dürfe keine Gleichgültigkeit herrschen, unterstrich die Ministerin.

Bulmahn forderte, möglichst frühzeitig gegen Ausgrenzung in der Bildung anzugehen. Dazu sollten die Möglichkeiten von Kindertageseinrichtungen zur Förderung von Chancengleichheit deutlich besser genutzt werden. Auch könne unzureichende Förderung in der Grundschule später nur beschränkt und mit ungleich höheren Kosten ausgeglichen werden. Dem widerspreche, dass das Lehrer-Schüler-Verhältnis in Deutschland in der Grundschule über dem Schnitt anderer OECD-Staaten liege, kritisierte Bulmahn.

Bessere Integration von Migranten gefordert

Der bayerische Wissenschaftsminister Hans Zehetmair machte darauf aufmerksam, in welchem Maße Lernen auch in der Familie, beim Fernsehen oder im Freundeskreis stattfinde. Eine der Konsequenzen müsse sein, dass Bildungseinrichtungen sich noch stärker sozialem, kulturellem und wirtschaftlichem Engagement öffnen sollten. Er regte an, dass Hochschulen vermehrt in der semesterfreien Zeit Weiterbildung für Unternehmen anbieten sollten. Das erwirtschaftete Geld solle sowohl Lehrkräften als auch Hochschulen zu Gute kommen.

Weiterhin plädierte Bulmahn für eine bessere Integration von Migranten. Andere Kulturen und Sprachen sollten als Bereicherung und Chance verstanden werden. Das deutsche Bildungssystem müsse jedoch auch sicherstellen, dass alle Migranten ausreichende Deutschkenntnisse erwerben könnten. Positive Beispiele seien, dass einige Schulen auch Deutschunterricht für die Eltern und Großeltern der Kinder anböten.



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