Arbeitsplatzabbau
Grundig: "Tod auf Raten"

Die bayerische IG Metall befürchtet auf Grund der Produktionsschließung am Grundig-Werk Nürnberg-Langwasser den "Tod auf Raten" für das Unternehmen. IG-Metall-Chef Werner Neugebauer sagte am Donnerstag nach einer Sitzung der Gewerkschaftsvertreter der drei Grundig-Standorte Nürnberg, Fürth und Bayreuth, die Forderung der Banken nach einem Restrukturierungskonzept für Grundig, ohne auch nur eine Mark für das Unternehmen bereitzustellen, gefährde das gesamte Traditionsunternehmen.

ddp/vwd NÜRNBERG. Der Grundig-Aufsichtsrat hatte vor einer Woche beschlossen, die Fernsehgeräteproduktion von Nürnberg nach Wien zu verlagern und am Standort Nürnberg rund 680, in Bayreuth rund 220 Arbeitsplätze abzubauen. Dadurch soll der krisengeschüttelte Unterhaltungselektrogeräte-Hersteller langfristig saniert und erhalten werden.

Die Banken übten einen "unerträglichen Druck auf die Beschäftigten, insbesondere in Langwasser aus", kritisierte Neugebauer. Der Betriebsrat habe die für kommenden Montag geplante Betriebsversammlung unter Hinweis auf laufende Bankengespräche verschieben müssen. Hunderte dürften nicht über die Situation bei Grundig und ihre mögliche Zukunft informiert werden, weil das Banker stören könnte, sagte Neugebauer. "Das ist schlimmer als im Mittelalter und hat nichts mit moderner Personal- und Unternehmensführung zu tun", kritisierte er.

Neugebauer forderte die bayerische Staatsregierung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und mit Belegschaftsvertretern und Kommunalpolitikern alternative Konzepte zu erstellen. Dies sei ein erster Schritt zur Rettung des Unternehmens.

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