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Arbeitsraum für Ärzte-Berater voll absetzbar

HANDELSBLATT, 2.7.2003
ke DÜSSELDORF. Ein ärztlicher Berater, der medizinische Praxen in betriebswirtschaftlichen Fragen berät, betreut und unterstützt, kann die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer auch dann voll absetzen, wenn er einen großen Teil seiner Arbeitszeit im Außendienst verbringt. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem jetzt veröffentlichten Urteil entschieden. Er gab damit einem so genannten Praxis-Consultant Recht, der nach eigenen Angaben rund 42 Prozent seiner Gesamtarbeitszeit außerhäusig unterwegs war.

Wie zuvor auch das Finanzgericht wies der BFH darauf hin, dass allein der Umfang der Außendiensttätigkeit nichts darüber aussage, ob das Arbeitszimmer - wie vorgeschrieben - den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung eines Steuerpflichtigen bilde. Vielmehr komme es auf die Qualität der dort verrichteten Arbeiten an, ob dort also die den Beruf wesentlichen und prägenden Tätigkeiten ausgeführt würden.

Dies bejahte der BFH im entschiedenen Fall unter Anerkennung der Wertungen des Finanzgerichts. Dies habe fehlerfrei ausgeführt, dass der Kläger nach Durchführung von Vorgesprächen in den Arztpraxen die maßgeblichen Praxisanalysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen zuhause durchgeführt habe. Dort habe er zudem Seminar-Unterlagen erstellt und den Softwaresupport betrieben. Diese Arbeiten seinen sehr detailliert ausgefallen, die außerhäusigen Tätigkeiten dagegen eher Zusatzleistungen gewesen.

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