Arbeitszeit verringert
Rollei leidet unter Absatzeinbruch

Das Braunschweiger Traditionsunternehmen Rollei Fototechnic hat wegen Absatzproblemen im Ausland starke Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Als Gründe nannte die Firma die Lungenerkrankung Sars und den hohen Euro-Kurs.

HB/dpa BRAUNSCHWEIG. "Es hat uns von mehreren Seiten getroffen. Der Rückgang ist dramatisch", sagte Marketingleiter Dietmar Kanzer am Donnerstag. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Der Umsatz der Rollei Fototechnic GmbH lag in den Jahren 2002 und 2001 laut Kanzer bei jeweils rund 22 Mill. ?. Rund 70 % davon erzielte das Unternehmen davon im Ausland. Um Entlassungen zu vermeiden, wurde die Wochenarbeitszeit der 160 Beschäftigten verringert.

Als Folge der Umsatzeinbußen stimmten die Mitarbeiter einer Reduzierung ihrer Wochenarbeitszeit von 36 Stunden um 13 % ohne Lohnausgleich zu. Die mit der IG Metall getroffene Betriebsvereinbarung soll bis zum 31. Oktober gelten.

Das 1919 gegründete Unternehmen erlangte mit der legendären "Rolleiflex" Weltruf. Anfang der 80er Jahre hatte Rollei in Braunschweig noch 700 und in Singapur 5000 Menschen beschäftigt. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch in die Massenproduktion einzusteigen, überstand die Firma mehrere Krisen und Besitzerwechsel. Seit dem vergangenem Jahr gehört Rollei zu 94 % der dänischen Investment-Gruppe Capitelum.

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