Arbeitszeitrecht Entgeltrecht

Archiv
Arbeitszeitrecht Entgeltrecht

BAG-Urteilvom 05.06.2003 00:00:00 - 6 AZR 114/02



Bundesarbeitsgericht
Arbeitszeitrecht/Entgeltrecht


EG-Vertrag Art. 10, Art. 249 Abs. 3; ArbZG § 3, § 5 Abs. 1, § 4 Satz 1, 3, § 7 Abs. 2 Nr. 1; Richtlinie 93/104/EG vom 23. 11. 1993 Art. 2 Nr. 1, Art. 3, Art. 6 Nr. 2, Art. 16 Nr. 2, Art. 17 Abs. 3, Art. 18 Abs. 1 Buchst. b Ziffer i; BGB § 612, § 812, § 823 Abs. 2; ZPO § 256; BAT vom 23. 2. 1961 § 15 Abs. 2 Buchst c, § 15 Abs. 6 Buchst. a; Tarifvertrag über Arbeitsbedingungen für Angestellte, Arbeiter und Auszubildende des Deutschen Roten Kreuzes § 14

Art. 6 Nr. 2 der Richtlinie 93/104/EG begrenzt den Umfang der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden. Dazu zählt auch die Zeit eines Bereitschaftsdiensts nach § 15 Abs. 6 Buchst. a BAT.

Auch wenn Bereitschaftsdienst nach dem ArbZG vom 6. 6. 1994 keine Arbeitszeit ist, muss ein öffentlicher Arbeitgeber bei der Anordnung von Bereitschaftsdienst wegen des ausnahmsweise geltenden Anwendungsvorrangs des Art. 6 Nr. 2 der Richtlinie 93/104/EG die in dieser Vorschrift geregelte zeitliche Höchstgrenze beachten.

Die Richtlinie 93/104/EG betrifft den öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutz. Zur Frage der Vergütung enthält sie keine Bestimmung. Die Missachtung einer nach Art. 6 Nr. 2 der Richtlinie 93/104/EG gebotenen zeitlichen Beschränkung des Bereitschaftsdienstes hat keine gesonderte Vergütungspflicht des öffentlichen Arbeitgebers zur Folge. Auch in einem solchen Fall bestimmt sich die Vergütung ausschließlich nach § 15 Abs. 6 Buchst. a Unterabs. 2 BAT.

BAG-Urteil vom 05.06.2003 - 6 AZR 114/02





Quelle: DER BETRIEB, 14.01.2004

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%