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Arcelor-Chef Guy Dollé sieht Stahlproduktion in Deutschland bedroht

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor sieht wegen der weltweiten Koksknappheit seine Produktionskapazitätenin Deutschland bedroht. Der Arcelor-Chef Guy Dollé sagte dem "Handelsblatt"(Montagausgabe), das Unternehmen werde seine Roheisenerzeugung bei den BremerStahlwerken früher als geplant zurückfahren, sollte es mit der Essener RAG nichtzu einer "vernünftigen Einigung" kommen.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor sieht wegen der weltweiten Koksknappheit seine Produktionskapazitätenin Deutschland bedroht. Der Arcelor-Chef Guy Dollé sagte dem "Handelsblatt"(Montagausgabe), das Unternehmen werde seine Roheisenerzeugung bei den BremerStahlwerken früher als geplant zurückfahren, sollte es mit der Essener RAG nichtzu einer "vernünftigen Einigung" kommen.

Die Stahlwerke Bremen beziehen jährlich 750.000 Tonnen Koks von der RAG. Dader aktuelle Liefervertrag Ende 2005 auslaufe, dränge Arcelor die RAG zudeutlichen Zugeständnissen, berichtete die Zeitung und berief sich aufVerhandlungskreise. Während sich der Preis für sofort lieferbaren Koks seit Mai2003 auf 450 US-Dollar verdreifacht habe, beziehe Arcelor das Kohlenprodukt vonder RAG-Tochter Deutsche Steinkohle für 110 Euro, berichtete die Zeitung.Bislang sei in der Branche damit gerechnet worden, dass bis Ende 2006 einer derbeiden Bremer Stahlöfen stillgelegt werde. Dies könnte nun eher der Fall sein,hieß es.

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