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Archäologe vermutet Luft- und Seelenschacht

Der Hamburger Archäologe Prof. Hartwig Altenmüller, Sachverständiger für die deutsche Ausgabe von "National Geographic", vermutet in dem in der Cheops-Pyramide entdeckten Hohlraum einen "Luft- und Seelenschacht".

HB/dpa HAMBURG. "Meiner Ansicht nach spricht vieles dafür, dass hier das Praktische mit dem Religiösen verbunden wurde. Der Schacht sorgte für Luftzufuhr für die Arbeiter im Innenraum und diente wohl zugleich im Sinne der Jenseitsvorstellung der alten Ägypter als Schacht für die Königs- Seele, die in den Himmel zum Sonnengott aufsteigt", sagte Altenmüller am Dienstag der dpa. Es sei nun interessant herauszufinden, ob auch andere Pyramiden derartige verkleidete Schächte haben.

"Bislang wurde so etwas nur in der Cheops-Pyramide entdeckt, und das auch nur per Zufall", sagte Altenmüller. Das große Problem bestehe darin, dass es keine schriftlichen Überlieferungen aus der Entstehungszeit gebe, die über die Bedeutung des Pyramiden-Aufbaus Aufschluss gäben. Aufregender finde er jedoch den Skelettfund in dem rund 4 500 Jahre alten Sarkophag. "Der Sarkophag stammt aus dem so genannten Arbeiterfriedhof, ist aus Stein, was auf eine höhere Stellung des Bestatteten hindeutet, beinhaltet aber keine Beigaben für einen hohen Würdenträger", sagte der Wissenschaftler, "außerdem ist der Tote nicht mumifiziert, was zeigt, dass die Technik der Mumifikation zu dieser Zeit noch nicht so entwickelt war.»

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