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Archäologen entdecken vor Nazis versteckte Judaika in Oswiecim

Warschau/Oswiecim (dpa) - Polnische Archäologen haben auf dem Gelände der ehemaligen großen Synagoge von Oswiecim (Auschwitz) bei Grabungsarbeiten jüdische Kultgegenstände entdeckt. Diese seien im Zweiten Weltkrieg vor der deutschen Besatzung versteckt worden. Bisher fanden die Forscher eine Reihe liturgischer Gegenstände, wie Leuchten und Lampen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf das Grabungsteam.

Warschau/Oswiecim (dpa) - Polnische Archäologen haben auf dem Gelände der ehemaligen großen Synagoge von Oswiecim (Auschwitz) bei Grabungsarbeiten jüdische Kultgegenstände entdeckt. Diese seien im Zweiten Weltkrieg vor der deutschen Besatzung versteckt worden. Bisher fanden die Forscher eine Reihe liturgischer Gegenstände, wie Leuchten und Lampen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf das Grabungsteam.

Die Forscher der Kopernikus-Universität Torun (Thorn) hatten Anfang Juni mit ihren Arbeiten auf dem Gelände der von den Nationalsozialisten zerstörten Synagoge begonnen. Sie suchen vor allem nach der Thora der Synagoge. Hinweise erhielten die Archäologen von einem heute in Israel lebenden früheren Gemeindemitglied, der berichtete, im Untergeschoss der Synagoge seien wichtige Kultgegenstände vor den Deutschen versteckt worden.

Die Große Synagoge wurde wie fast alle anderen Synagogen von Oswiecim während des Krieges zerstört. Eine einzige Synagoge in der Stadt, deren Einwohner vor 1939 etwa zur Hälfte Juden waren und die durch das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zum Synonym des Holocausts wurde, überstand den Krieg unbeschadet. Seit einigen Jahren ist sie ein Jüdisches Kulturzentrum und Museum der Geschichte der Juden von Oswiecim.

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