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Archäologen graben im Elsass Tempelbezirk aus Römerzeit aus

dpa BREISACH. Bei Grabungen im Elsass sind Archäologen auf einen Tempelbezirk aus der Römerzeit gestoßen. „Wir sind uns relativ sicher, dass es sich um die Stadt Argentovaria handelt“, sagte die Basler Archäologin Caty Schucany.

dpa BREISACH. Bei Grabungen im Elsass sind Archäologen auf einen Tempelbezirk aus der Römerzeit gestoßen. "Wir sind uns relativ sicher, dass es sich um die Stadt Argentovaria handelt", sagte die Basler Archäologin Caty Schucany.

Spuren von Holzbauten ließen vermuten, dass diese aus dem Jahr drei oder vier nach Christi Geburt stammten. Archäologen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz sind an den Ausgrabungen in der Nähe der südbadischen Stadt Breisach beteiligt.

"Außer den Spuren von Holzbauten haben wir sehr viele Münzen und auch eine Art Brosche entdeckt", sagte Schucany, die das Schweizer Archäologenteam leitet. Hingegen seien wesentlich weniger Keramikteile gefunden worden als sonst üblich. Auch dies deute darauf hin, dass es sich um einen Tempel- und nicht um einen Wohnbezirk handle. Bei gefundenen Birnen- und Feigenkernen sowie Pfirsichsteinen könne es sich möglicherweise um Opfergaben handeln.

Die freigelegten Fundamente werden nach Angaben der Archäologen nicht gesichert, sondern am Ende der Ausgrabungen vermutlich wieder zugeschüttet. Verschiedene Fundstücke sollen in Museen gezeigt werden. Bereits seit 1998 wird nach Argentovaria gegraben. Die Stadt war zur Römerzeit vermutlich die größte Siedlung am Oberrhein auf französischer Seite südlich von Straßburg. Nach Schätzungen lebten dort rund 5000 Menschen. Gefunden wurden bislang unter anderem Spuren eines römischen Militärlagers und verschiedener öffentlicher Bauten.

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