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Arcor-Betriebsrat ruft im Streit mit Bahn den Bund zur Hilfe

ddp-vwd MÜNCHEN. Der Betriebsrat des Telekommunikationsunternehmens Arcor hat in dem seit längerem währenden Streit mit dem Gesellschafter Deutsche Bahn den Bund zu Hilfe gerufen. Die Blockade wichtiger Entscheidungen durch die Bahn habe das Unternehmen seit mehreren Monaten «fast gelähmt», schrieb der Vorsitzende des Arcor-Gesamtbetriebsrates Hermann Schmidt in einem Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben berichtet, bittet der Betriebsrat den Kanzler, «umgehend einzuschreiten».



Die Bahn will ihre Fernmeldeanlagen zur Steuerung des Zugverkehrs, die sie vor fünf Jahren in das Unternehmen eingebracht hat, wieder ausgliedern, Bei Arcor stößt dieses Vorhaben allerdings auf Wiederstand, das der Umsatz mit der Bahn rund ein Viertel des Jahreserlöses von 3,2 Milliarden Mark ausmacht. Schmidt wirft der Bahn vor, zur Durchsetzung ihrer Forderung Gremiensitzungen zu ignorieren und den geplanten Börsengang mehrfach verhindert zu haben. Die Bahn wies die Vorwürfe auf Anfrage der Zeitung zurück.

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