Arcor fürchtet Sog der Bahnkrise
Arcor wird Börsengang voraussichtlich verschieben

Der Anteil der Deutschen Bahn am Telekommunikationsunternehmen Arcor steht zur Diskussion. Bahnchef Mehdorn will jetzt die unterschriftsreifen Verträge neu verhandeln, hat das Handelsblatt erfahren - der Börsengang von Arcor steht in Frage. Kommentar

dri/ek BERLIN. Im Management des Mobilfunkkonzerns Vodafone und seiner deutschen Festnetztochter Mannesmann Arcor wächst die Furcht, dass Arcor in den Sog der Bahnkrise geraten könnte. Die Deutsche Bahn hält 18,8 % an Arcor, seit sie ihr Kommunikationsnetz 1997 mehrheitlich an ein Mannesmann - Konsortium verkauft hat. Dieser Anteil sollte sich nach bisherigen Plänen nach einem Börsengang von Arcor im März 2001 auf 5 % reduzieren.

Wie ein hochrangiger Manager aus den beteiligten Unternehmen dem Handelsblatt sagte, hat jedoch der neue Bahnchef Hartmut Mehdorn vor zwei Wochen plötzlich Neuverhandlungen der unterschriftsreifen Verträge verlangt. Damit stehe die Umwandlung in eine AG in diesem Jahr und der Zeitplan für den Börsengang in Frage. Der anvisierte Termin gilt intern als nicht mehr realistisch. Die Rede ist jetzt von Mai 2001.

Ein Bahnsprecher bestätigte, dass offen sei, ob die Übereinkunft zwischen Vodafone und der Bahn noch vor der Bahn-Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember unterzeichnet werden könne. Aus Unternehmenskreisen war aber zu erfahren, dass auch die Bahn kein Interesse habe, angesichts der Bedeutung der Telekommunikation für die Betriebsabläufe die Entscheidung auf die lange Bank zu schieben.

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