ARD-Anstalten veranstalten bisher 5 Programme gemeinsam
Kooperation von ORB und SFB offenbar gescheitert

dpa POTSDAM. Der Intendant des Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB), Hansjürgen Rosenbauer, machte am Dienstag auf der Sitzung des Rundfunkrates in Potsdam die Gremien des Senders Freies Berlin (SFB) für ein Scheitern verantwortlich. Beide Sender veranstalten seit 1997 fünf ihrer insgesamt acht Radioprogramme gemeinsam.

"Wenn der ORB nur dann ein akzeptabler Partner für die Landesrundfunkanstalt in Berlin ist, wenn er sich nach deren Wünschen und Forderungen richtet und ansonsten die Geschäftsleitung zurückgepfiffen wird, dann sehe ich derzeit keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit", sagte Rosenbauer. Bislang umfasste die Kooperation zwei gemeinsame Kulturwellen, Inforadio, Fritz und Radio 1. Derzeit plant der SFB ein eigenes Kulturradio.

Der ORB plant die Fortsetzung des gemeinsamen Programms Radio 3 mit dem NDR ohne den SFB. "Wir sind kooperationswillig", sagte der Intendant, "aber wo die inhaltlichen Vorstellungen sich so sehr von den Prinzipien einer fairen ausgewogenen Partnerschaft entfernen, wo eine Seite glaubt, der anderen diktieren zu können, was sie zu tun oder zu lassen hat, ist Kooperation nicht möglich."

Der ORB-Intendant forderte die Politik in Brandenburg und Berlin auf, sich zwischen einer Fusion mit dem SFB oder einer weitgehenden Unabhängigkeit beider Sender zu entscheiden. Bislang schreibt der Staatsvertrag eine Kooperationsverpflichtung zwischen beiden ARD-Anstalten vor. Dies soll nach ORB-Vorstellung bereits im Zuge der anstehenden Novellierung des

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