ARD könnte zwei Spiele als Erstsender zeigen
Splitting-Modell für die Bundesliga

Die Samstag-Spiele der Fußball-Bundesliga könnten in der nächsten Saison in zwei frei empfangbaren Fernsehsendern zu sehen sein. Der bisherige Erstsender Sat.1 bastelt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe) an Plänen, die Rechte gemeinsam mit der ARD zu kaufen und zu verwerten. Bisher zeigt "ran" samstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr alle sieben Spiele.

HB/dpa HANNOVER/MÜNCHEN. Nach dem so genannten Splitting-Modell würde Sat. 1 vom Sommer 2003 an zwischen 18.00 und 19.15 Uhr nur noch über fünf Begegnungen berichten. Die ARD könnte dann in ihrer "Sportschau" von 19.15 bis 20.00 Uhr zwei Spiele als Erstsender zeigen und zusätzlich die wichtigsten Szenen der anderen Partien wiederholen. An den beiden Sonntag-Spielen, über die Sat.1 zuerst berichtet, würde sich nichts ändern.

Sowohl Sat.1 als auch die ARD äußerten sich bedeckt zu dem Splitting-Modell. Der Privatsender, der bisher 80 Millionen Euro pro Saison zahlt und seit Jahren mit der Bundesliga Verluste einfährt, möchte einerseits die Kosten senken, andererseits aber Fußball als guten Quotenbringer behalten.

Bei der ARD genießt die Bundesliga nach offiziellen Aussagen nicht die höchste Priorität. Der Sender hat zuletzt für 390 Millionen Euro einen neuen Länderspielvertrag abgeschlossen. "Wir können das Geld nicht zwei Mal ausgeben", sagte Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks, der SZ.

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