ARD und ZDF sollen auf Werbung verzichten
Privatsender wollen Digitalisierung beschleunigen

Die Privatsender haben vorgeschlagen, vom Jahr 2005 an nur noch größere Fernsehgeräte für den gleichzeitigen digitalen und analogen Empfang zu verkaufen. Damit könnte die Digitalisierung der Medien und somit das Angebot interaktiver Dienste im Fernsehen beschleunigt werden, sagte der Vorsitzende des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT), Jürgen Doetz, am Mittwoch in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Allerdings sei dafür ein Abkommen zwischen Industrie, öffentlich- rechtlichen Sendern und Privaten notwendig, sagte Doetz. Ansonsten werde die Digitalisierung des Rundfunks in Deutschland weiter "vor sich hindümpeln". Die bisherigen digitalen Angebote von ARD und ZDF reichten für einen technologischen Sprung nicht aus. Von 2009 an sollten nur noch Fernsehgeräte und Videorecorder angeboten werden, die ausschließlich den digitalen Empfang erlaubten.

Eine Flächen deckende Digitalisierung werde von den Zuschauern aber nur akzeptiert, wenn auch neue Inhalte angeboten würden, sagte Doetz. Dafür sei zusätzliches Geld notwendig, das die Privaten mit Werbung erwirtschaften müssten. Da diese Mittel begrenzt seien, sollten die Öffentlich-Rechtlichen auf Werbung verzichten. Im Gegenzug könnten die Privaten die zusätzlichen Erlöse aus einem Werbeverbot bei ARD und ZDF in neue Inhalte investieren. Ihre Minderinnahmen könnten die Öffentlichen-Rechtlichen mit einer Erhöhung der Rundfunkgebühren ausgleichen, sagte Doetz.

Der VPRT hat bei der EU-Kommission in Brüssel Beschwerde gegen die Rundfunkgebühren in Deutschland eingereicht. Der Verband wirft ARD und ZDF unzulässige Quersubventionen unter anderem bei den Internet- Auftritten vor.

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