Argentinien tut sich gegen Venezuela schwer
Equador entzaubert Weltmeister Brasilien

In Quito, 2800 Meter über dem Meeresspiegel, erlitten Brasiliens Fußballer am Mittwoch gegen Ecuador ihre erste Niederlage im südamerikanischen Qualifikations-Turnier zur Weltmeisterschaft 2006. Damit gab die "Selecao" die Tabellenführung an den Erzrivalen Argentinien ab, der Venezuela in Buenos Aires mit 3:2 schlug. Die WM-Hoffnungen Perus erhielten durch Bayern Münchens "Shooting-Star" Paolo Guerrero neue Nahrung. Nach der Einwechslung für seinen Teamkollegen Claudio Pizarro erzielte der 20-Jährige in Lima den zweiten Treffer beim 2:1 gegen Chile.

HB RIO DE JANEIRO/QUITO. Nach dem 0:1 in Ecuador sprachen die Brasilianer von einer "wahren Hölle". "Das war unmenschlich. Ich konnte zeitweilig kaum atmen, musste in der Halbzeit ans Sauerstoffgerät", klagte Sturmphänomen Ronaldo. Die "Verantwortlichen", so Ronaldo, müssten sich überlegen, ob man Spiele in dieser Höhe nicht verbieten sollte. Brasilianische Journalisten wiesen diese Klagen allerdings als "schwache Ausreden" zurück. "Früher haben wir in Quito immer gewonnen und da gab es die Höhe auch schon", meinte Roberto Assaf vom TV-Sportsender "Sport TV" ironisch.

"Die Mannschaft hat einfach schlecht gespielt und vor allem im gegnerischen Strafraum nicht überzeugt", sagte der frühere Weltstar und heutige TV-Kommentator Falcao. Er beruhigte aber die Organisatoren der nächsten WM: "In Deutschland werden wir auf jeden Fall dabei sein."

Nach dem elften von 18 Spieltagen führt Argentinien die Tabelle des Südamerika-Turniers mit 22 Punkten vor Brasilien (20), Ecuador und Paraguay (je 16) an. Paraguay verlor in Montevideo 0:1 gegen Uruguay, das nun mit 14 Zählern den fünften Platz belegt. Dahinter folgen Venezuela, Kolumbien, Chile und Peru (alle 13 Punkte) vor Schlusslicht Bolivien (10).

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