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Argentinien und Kolumbien im Copa-HalbfinaleDPA-Datum: 2004-07-18 10:22:28

Lima (dpa) - Argentinien und Kolumbien stehen im Halbfinale der Südamerika-Meisterschaft und sind damit ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die «Gauchos» schlugen im Viertelfinale der Copa America (Ortszeit) in Chiclayo Gastgeber Peru mit 1:0 (0:0).

Lima (dpa) - Argentinien und Kolumbien stehen im Halbfinale der Südamerika-Meisterschaft und sind damit ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die «Gauchos» schlugen im Viertelfinale der Copa America (Ortszeit) in Chiclayo Gastgeber Peru mit 1:0 (0:0).

Titelverteidiger Kolumbien hatte beim 2:0 gegen Costa Rica in Trujillo keine Mühe. Die Sieger treffen am 20. Juli in Lima aufeinander. Die anderen Halbfinalisten werden in den Viertelfinal-Partien Brasilien - Mexiko und Uruguay - Paraguay ermittelt.

Zum Helden des Abends avancierte für die Argentinier der junge Stürmer Carlos Tevez. Der 19-Jährige von Boca Juniors Buenos Aires, der lange Zeit vom FC Bayern München umworben wurde, zirkelte in der 60. Minute zur Enttäuschung der 25 000 Zuschauer einen Freistoß gekonnt ins linke obere Toreck. Tevez war drei Minuten zuvor für den angeschlagenen Wolfsburger Andrés D'Alessandro eingewechselt worden.

«Wir spielen zur Zeit wirklich sehr gut und können hier den Titel holen», sagte der überglückliche Tevez nach dem Abpfiff. Der Sieg der Argentinier - die mit dem Copa-Team auch bei den Olympischen Spielen in Athen Gold holen wollen - war verdient. Zumal die Peruaner auf Grund des verletzungsbedingten Ausfalls von Claudio Pizarro - der Bayern-Torjäger hatte im zweiten Vorrundenspiel einen Anriss der Schädeldecke erlitten - und zwei weiterer Stürmer (Farfan und Maestri) kaum Offensivkraft zeigten. Erst nach dem Feldverweis für den argentinischen Innenverteidiger und Kapitän Roberto Ayala in der 80. Minute machten die «Inkas» etwas mehr Druck.

Für Argentinien ist es der erste Halbfinaleinzug bei einer Copa America seit dem Titelgewinn 1993. Danach war der zweimalige Weltmeister drei Mal hintereinander im Viertelfinale gescheitert und dem letzten Turnier 2001 in Kolumbien aus Sicherheitsgründen fern geblieben. «Meine Mannschaft war in der ersten Halbzeit etwas schläfrig, aber unsere Leistung in der zweiten Hälfte hat den Sieg rechtfertigt», meinte Trainer Marcelo Bielsa. «El Loco» («Der Verrückte»), wie Bilesa gerufen wird, ist daheim in Buenos Aires seit dem WM-Debakel 2002 umstritten und braucht dringend den Titelgewinn.

Kolumbien bezwang unterdessen in Trujillo Costa Rica ohne größere Schwierigkeiten. Die Mittelamerikaner nehmen wie Mexiko als «Gäste» des südamerikanischen Verbandes Conmebol an dem Turnier teil. Die Tore schossen vor 16 000 Zuschauern Abel Aguilar in der 41. und Tressor Moreno per Elfmeter in der 45. Minute.

Die «Copa America» wird seit 1916 ausgetragen und ist das älteste internationale Fußball-Turnier. Argentinien und Uruguay gewannen je 14 Titel. Dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien gelangen erst sechs Siege. In Peru vertraut Brasiliens Coach Carlos Alberto Parreira auf eine B-Elf ohne die Superstars um Ronaldo, Ronaldinho Gaucho, Kaka und Roberto Carlos.

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