Archiv
Argentinien will noch diese Woche neuen Präsidenten wählen

Laut Verfassung muss der Nachfolger des zurückgetretenen Übergangspräsidenten innerhalb von 48 Stunden gewählt werden.

dpa BUENOS AIRES. Das argentinische Parlament will an diesem Dienstag einen Nachfolger für den zurückgetretenen Übergangspräsidenten Adolfo Rodríguez Saá bestimmen. Das kündigte der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Eduardo Camaño, am Montag in Buenos Aires an. Die Wahl muss laut argentinischer Verfassung innerhalb von 48 Stunden erfolgen. Als Favorit für die Nachfolge gilt der einflussreiche Senator und frühere Präsidentschaftskandidat Eduardo Duhalde. Er gehört wie Rodríguez Saá den Peronisten an, die im Parlament die Mehrheit haben.

Der neue Übergangspräsident soll nach dem derzeitigen Fahrplan bis zu den vorgezogenen Neuwahlen am 3. März amtieren. Mittlerweile wird aber nicht mehr ausgeschlossen, dass die Wahlen verschoben werden und der Interimspräsident bis zum eigentlichen Ende der Legislaturperiode im Jahr 2003 regiert. Bis der Rücktritt von Rodríguez Saá vom Parlament angenommen und sein Nachfolger bestimmt wird, führt Senatspräsident Camaño die Amtsgeschäfte kommissarisch.

Rodríguez Saá hatte nach nur einer Woche im Amt am Sonntagabend seinen Rücktritt erklärt. Der Entscheidung waren neue Proteste gegen die Wirtschaftskrise sowie ein schwerer Streit innerhalb der Peronisten über die Ziele des 54-Jährigen vorausgegangen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%