Argentinienkrise belastet
Gewinn von HSBC ging um 18 Prozent zurück

Die internationale Bankengruppe HSBC Holdings hat 2001 als Folge von milliardenschweren Sonderbelastungen durch die Argentinienkrise deutlich weniger verdient als im Vorjahr.

rtr LONDON. Der Vorsteuergewinn sei im vergangenen Jahr auf 8,807 (Vorjahr 10,3) Mrd. Dollar gefallen, teilte HSBC am Montag in London mit. Die Analystenschätzungen reichten hier von 7,5 Mrd. bis 9,3 Mrd. Dollar. Den Netto-Gewinn bezifferte HSBC auf 6,213 Mrd. (rund 7,2 Mrd. Euro) nach 7,153 Mrd. Dollar im Jahr 2000.

Für das Geschäftsjahr 2002 zeigte sich die Bank vorsichtig. "Ich denke, wir können eine gedämpfte wirtschaftliche Erholung erwarten", sagte Chairman John Bond. Das Schlimmste sei vorüber, aber die Nachfrage nach Krediten sei weiter niedrig. Die Bank erhöhte 2001 ihre Vorsorge für Kreditausfälle insgesamt um 1,105 Mrd. Dollar auf 2,037 Mrd. Dollar. HSBC-Aktien stiegen an der Londoner Börse in einem freundlichem Gesamtmarkt um 5,46 % auf 820,5 Pence.

Argentinien belastet Ergebnis

Die Sonderaufwendungen als Folge der Argentinien-Krise gab die Gruppe mit 1,12 Mrd. Dollar an. Analysten hatten eine geringere Belastung von etwa einer Milliarde Dollar erwartet. Allein die Währungsumstellung in Argentinien belastete HSBC eigenen Angaben zufolge mit 520 Mill. Dollar. Weitere 600 Mill. Dollar führte die Bank wegen allgemeiner Risiken in dem Land den Rückstellungen zu. Der Anteil des Engagements in Argentinien an den Aktiva der Bank betrage aber nur 0,5 % und das Risiko sei vollständig handhabbar, versicherte HSBC.

In Argentinien verbuchten Banken große Verluste, da sie per Gesetz ihre Dollar-Kredite teilweise auf Peso umstellen mussten. Die Landeswährung hatte an Wert verloren, nachdem die Regierung Anfang Januar die zehn Jahre währende Eins-zu-Eins-Bindung des Peso an den Dollar aufgehoben hatte, um den Export zu stärken.

In Deutschland ist HSBC mit ihrer Tochter HSBC Trinkaus & Burkhardt vertreten.

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