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Argentinische Märkte nach Präsidentenrücktritt geschlossen

Die Zentralbank verhängte kurzerhand einen Bankfeiertag. Erst nach Weihnachten wird in dem krisengeschüttelten Land wieder gehandelt.

dpa-afx BUENOS AIRES. Die argentinischen Finanzmärkte bleiben am Freitag nach dem Rücktritt von Staatspräsident Fernando de la Rúa geschlossen. Die argentinische Zentralbank verfügte am Donnerstag kurzfristig einen Bankfeiertag. Damit werden die Börse und die Wechselstuben des Krisenlandes wegen der Weihnachtsfeiertage erst am Mittwoch (26. Dezember) wieder geöffnet.

Dem mit rund 135 Mrd. $ (287,1 Mrd. DM/146 Mrd. ?) verschuldeten südamerikanischen Schwellenland droht nach dreijähriger Rezession die Zahlungsunfähigkeit. Der Kongress muss jetzt darüber entscheiden, ob die seit zehn Jahren geltende starre Eins-zu-Eins-Bindung des Peso an den US-Dollar aufgehoben wird. Diese wird für die Rezession mit verantwortlich gemacht. Im Falle einer Abwertung wird aber kurzfristig eine Verschärfung der Krise befürchtet.

Die Furcht vor einer Abwertung hatte am Donnerstag an der Börse von Buenos Aires zu einem wahren Kaufrausch geführt. Der Merval-Index stieg um 17,48 % (47,70 Punkten) auf 320,46 Punkte. Mit dem Erwerb von Aktien exportorientierter Unternehmen wollten sich die Anleger vor den Folgen einer Abwertung schützen.

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