Argrarinvestitionen
Grund und Boden für das Depot

Argrarinvestitionen erfordern eine hohe Risikobereitschaft der Anleger, viel Know-how und hohe Mindestanlagesummen. Inzwischen formieren sich Gesellschaften, die bei Zeichnern Kapital sammeln, um es gebündelt zu investieren.

Vehikel
Produkte für Privatanleger sind rar. Daher sind derzeit vor allem vermögende Privatpersonen sowie institutionelle Anleger wie Stiftungsfonds als Käufer im Markt. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Finanzdienstleisters MLP, Bernhard Termühlen, hat etwa laut Zeitungsberichten in Ostdeutschland Land zugekauft. Inzwischen formieren sich Gesellschaften, die bei Zeichnern Kapital sammeln, um es gebündelt zu investieren und Skaleneffekte im Einkauf und der Bewirtschaftung zu erzielen. In Deutschland plant unter anderem die AgroEnergy AG, rund 100 Millionen Euro für eine Investition in Farmland einzusammeln. Die Mindestanlagesumme beträgt 500 000 Euro.

Aktien
Zahlreiche börsennotierte Aktiengesellschaften verfügen über einen Landbesitz, bewirtschaften die Felder und stellen somit eine einfache und liquide Alternative zum Direktkauf dar. Dazu zählen etwa die argentinische Cresud AG, die in Schweden notierte Black Earth AG, die NZ Farming Systems Uruguay mit Notiz in Neuseeland, die polnisch- niederländische Astarta Holding oder die britische Landkom International.

In Australien aktiv ist die Prime AG. Die Aktien weisen teils sehr niedrige Börsenwerte auf, werden illiquide gehandelt und fallen auch aufgrund ihrer Firmensitze im Ausland in die Kategorie "hochspekulativ". Sie eignen sich nur als Beimischung für das Depot und sollten mit Stop-Loss-Kursen versehen werden. In Deutschland wagte die KTG Agrar AG im November 2007 den Gang an die Börse. Aktuell ist das Unternehmen bei einem Kurs von rund 13 Euro mit rund 60 Millionen Euro bewertet.

Entwicklung
Hohe Mindestanlagesummen und nur eine begrenzte Zahl an Produkten sind für eine noch junge Anlageklasse - ähnlich den Rohstoffen vor zehn Jahren - nichts Ungewöhnliches. Die erste Generation von Produkten für Privatanleger weist häufig nachteilige Gebührenstrukturen auf, da die Konkurrenz noch klein ist. Geduldige Anleger können den Markt für Agrarinvestitionen weiterhin beobachten, bis ihn die Anbieter von Fonds und Zertifikaten entdecken.

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