Arianna Huffingtons Weblogs
Schöne neue Nachrichtenwelt

Die US-Journalistin Arianna Huffington hat die Zeitung ins Internet gebracht: Ihre Sammlung von Weblogs ist eine der am häufigsten geklickten im weltweiten Netz. Autor werden kann jeder, der sich an ihre strengen Regeln hält.

LOS ANGELES. Arianna Huffington nippt mit einem Strohhalm an ihrem Kaffee. Sie sei kürzlich gestürzt, sagt sie. Der Fall habe sie gezwungen, einen Gang zurückzuschalten, klagt sie, während persönliche Assistenten und diverse Hausangestellte geschäftig umhereilen, das Telefon unaufhörlich klingelt und nebenbei die Party für den sechzehnten Geburtstag ihrer jüngsten Tochter organisiert werden muss.

Für die aus Griechenland stammende Arianna Huffington, geborene Stassinopoulos, ein ungewohnter Zwang zur Ruhe. Sie ist es gewohnt, auf allen Kanälen zu spielen, ob nun als Journalistin, Autorin mehrerer Bücher, politische Aktivistin oder Stammgast in TV-Talkshows sowie auf internationalen Kongressen. Ihr neuestes Projekt: der Weblog "The Huffington Post.com", kurz Huffpost - ein Online-Aggregat von überwiegend politischen Nachrichten und Meinungen.

Schnell hat sich die Huffpost wegen der Bekanntheit von Huffington und ihrer Beziehungen zu prominenten Autoren und Politikern zur führenden Internet-Plattform für US-Linksliberale entwickelt. "Unser Ziel ist eine vollständige Online-Zeitung", sagt sie. Die Finanzierung für die nächsten Ausbauschritte sei bereits gesichert.

Ihr eigener Erfolg verursacht der Griechin Freude und Schmerzen zugleich. Auf der einen Seite zollt sie als Printjournalistin den Zeitungen höchsten Respekt und wünscht ihnen ein langes, profitables Leben. Auf der anderen Seite gehört sie zu jenen, die mit dem kostenlosen Angebot von Informationen und Meinungen rund um die Uhr den Zeitungen Leser und Anzeigenkunden abgraben. Gegen die Unmittelbarkeit, Interaktivität und den Umfang der Informationen in Text und bewegten Bildern im Internet haben Druckprodukte einen zunehmend schweren Stand.

Und doch hält Huffington die Warnungen vor dem Tod der Zeitungen für übertrieben. Publikationen wie "New York Times", "Washington Post" und "Wall Street Journal" hätten viele Millionen in ihre Online-Auftritte investiert und würden damit ihre Zukunft in einer Welt der digitalen Information zu jeder Zeit, überall und interaktiv sichern.

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