Ariba halbiert Umsatzschätzung
Technologiefirmen senken ihre Gewinnerwartungen

Der US-Softwarehersteller Ariba und das US-Internet Inktomi Corp-Technologieunternehmen haben nach Börsenschluss in New York Gewinnwarnungen für das zweite Quartal ausgesprochen. Ariba teilte am Montagabend in New York mit, dass das Ergebnis im zweiten Quartal deutlich unter den Erwartungen der Wall Street ausfallen dürfte und dass das Unternehmen rund 700 Stellen beziehungsweise ein Drittel der Arbeitsplätze streichen wolle.

rtr/dpa NEW YORK. Ariba rechnet nach eigenen Angaben mit einem Verlust je Aktie von 20 Cent ausschließlich einmaliger Aufwendungen. Analysten hatten bislang einen Gewinn je Aktie von fünf Cent prognostiziert. Ariba gehe derzeit nur noch von einem Umsatz von rund 90 Millionen Dollar verglichen mit den Konsensusschätzungen der Wall Street von 180 Mill. Dollar.

Inktomi gab ebenfalls auf Grund der schlechteren konjunkturellen Bedingungen eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal ab. Das Internet-Technologieunternehmen gehe von einem Pro-forma-Verlust je Aktie von 23 bis 25 Cent aus. Die Analysten rechneten dagegen bislang nur mit einem Fehlbetrag von vier Cent. Darüber hinaus will das Unternehmen ebenfalls Stellen streichen. Eine Zahl zum geplanten Stellenabbau nannte Inktomi zunächst nicht. Das Unternehmen wird seine Zahlen am 19. April vorlegen.

Das Internet-Unternehmen BroadVision Inc will nach eigenen Angaben auf Grund der schwachen Konjunktur Stellen streichen und umstrukturieren. Wie das am Frankfurter Neuen Markt und an der US-Hochtechnologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen am Dienstagmorgen in einer Pflichtveröffentlichung mitteilte, wird Broadvision eine Reihe von Initiativen zur Reduzierung der Betriebsaufwendungen ergreifen. Hierzu gehörten unter anderen eine unternehmensweite Umstrukturierung und der damit verbundene Abbau von etwa 325 Stellen, was rund 15 Prozent des Personalbestands entspricht. Broadvision rechne für das zweite Quartal mit einer einmaligen Belastung, deren voraussichtliche Höhe am 24. April 2001 zusammen mit dem Bericht über das erste Quartal bekannt gegeben werde.

Das Unternehmen gehe davon aus, dass das Betriebsergebnis durch die im konjunkturellen und insbesondere "im IT-Investitionsumfeld herrschenden Unsicherheiten" beeinträchtigt worden sei, hieß es weiter. Viele Kunden hätten den Kauf von BroadVision-Produkten verzögert.

Für das erste Quartal 2001 erwartet Broadvision einen Umsatz von 85 bis 90 Mill. USD und einen Proforma-Verlust je Aktie von 0,14 bis 0,16 USD. Außerdem korrigierte BroadVision das Proforma-Ergebnis je Aktie für das vierte Quartal 2000 von 0,02 USD auf 0,01 USD sowie das Proforma-Ergebnis je Anteilsschein für das Gesamtjahr von 0,13 auf 0,12 USD.

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