Arie Haan gescheitert
WM-Aus für China trotz 7:0-Sieg

Für China ist der Traum von der Teilnahme an der Fußball-WM 2006 in Deutschland bereits ausgeträumt. In einem hochdramatischen Fernduell mit Kuwait verpasste der WM-Starter von 2002 am Mittwoch den Einzug in die entscheidende Qualifikationsrunde.

HB GUANGZHOU/HAMBURG. Damit ist der Niederländer Arie Haan, der am Dienstag 56 Jahre alt wurde, als Trainer im Reich der Mitte gescheitert. Mit 35 000 fanatisch mitgehenden Zuschauern im Stadion von Guangzhou und rund 400 Millionen Chinesen am Fernseher erlebte Haan ein Wechselbad der Gefühle mit einem dramatischen Abschluss. Nach einer Stunde Spielzeit führte China nicht zuletzt dank zweier Tore von Jiayi Shao (1860 München) schon mit 5:0 und wähnte sich auf WM-Kurs, weil in Kuwait City die Gastgeber lediglich mit 2:1 in Front lagen. Doch dann holte Kuwait Tor um Tor auf, während die Chinesen immer nervöser wurden und Zheng Zhi sogar einen Elfmeter verschoss.

Eine blamable Rolle in dem turbulenten Schützenfest spielte Hongkongs Auswahl, die in den fünf vorangegangenen Spielen zusammen nur acht Gegentore kassiert hatte. Schon vor der Partie waren die Befürchtungen groß gewesen, dass es im "Bruderduell" nicht mit rechten Dingen zugehen würde. Deshalb hatten der Weltverband FIFA und der Asiatische Fußball-Verband (AFC) Sonderbeobachter nach Guangzhou entsandt. Sie dürften nicht erbaut gewesen sein von der kläglichen Gegenwehr der Elf aus Hongkong.

Erwartungsgemäß setzten sich der WM-Dritte Südkorea und Achtelfinalist Japan in ihren Gruppen durch. Auch Saudi-Arabien, Usbekistan, Bahrain und Nordkorea zogen in die zweite Runde ein, in der acht Mannschaften um die vier für Asien reservierten WM- Startplätze kämpfen. Der Fünfte muss zwei Entscheidungsspiele gegen den Vierten aus Mittelamerika bestreiten.

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