Armee sucht nach Mördern jüdischer Siedlerkinder
Israel feuert Raketen auf Gaza

Die israelische Armee hat am Donnerstag ein Stadtviertel von Gaza beschossen, in dem sich das Hauptquartier der palästinensischen Sicherheitskräfte befindet. Zuvor waren israelische Soldaten als Reaktion auf einen Bombenanschlag an der Grenze zum Gazastreifen erneut in das Autonomiegebiet vorgerückt.

afp/ap GAZA. Nach Berichten von Augenzeugen feuerte die Armee offenbar Panzerabwehrraketen von israelischem Gebiet aus ab. Bei dem Angriff wurden Angaben palästinensischer Ärzte zufolge mindestens sechs Palästinenser verletzt.

Zuvor war die israelische Armee als Reaktion auf einen Bombenanschlag an der Grenze zum Gazastreifen erneut in das Autonomiegebiet vorgerückt. Bei der Explosion am Grenzübergang Kissufim wurden zwei rumänische Arbeiter getötet und ein weiterer verletzt, wie die israelische Armee mitteilte. Israelische Soldaten seien daraufhin mit Panzern in palästinensiches Autonomiegebiet eingerollt und hätten mit Bulldozern Bäume niedergewalzt sowie Ackerland zerstört, teilten die palästinensischen Sicherheitskräfte mit. Bei dem Vormarsch seien drei Menschen verletzt worden.

Im Westjordanland kesselte die israelische Armee weiter das Dorf Tekoa ein. Dort wird nach den Mördern von zwei gesteinigten Kindern jüdischer Siedler gefahndet, die am Mittwoch gefunden worden waren.

Wie der israelische Rundfunk meldete, hat Scharons Regierung auf Druck der USA die finanziellen Mittel für den Siedlungsbau gekürzt. Der auf fünf Jahre angelegte Finanzierungsplan sei von 1,5 Mrd. Schekel auf 600 Mill. Schekel gekürzt worden, hieß es. Das US-Außenministerium hatte die Aufstockung des Budgets auf 1,5 Mrd. Schekel am Wochenbeginn als "provokativ" kritisiert. Der israelische Kabinettssekretär Gideon Saar erklärte am Donnerstag, das Budget sei noch nicht endgültig.

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