Armee und Rebellen bezichtigen sich gegenseitig
Mindestens 30 Tote bei Massaker in Indonesien

In der indonesischen Unruheprovinz Aceh sind mehr als 30 Menschen auf einer Palmenplantage erschossen worden. Die indonesische Armee und die Rebellen-Bewegung Freies Aceh (GAM) beschuldigten sich am Freitag gegenseitig, die Feldarbeiter am Vortag in einer Reihe angeordnet und erschossen zu haben.

afp BANDA ACEH. Die Rebellen sprachen von 31 Toten, die Armee bezifferte ihre Zahl dagegen auf 38. Mehrere Menschen wurden verletzt. Armeesprecher sagten, GAM-Kämpfer hätten den Arbeitern aufgelauert, um ihre Löhne zu rauben, und sie dann getötet. Ein Rebellenanführer sagte dagegen der Nachrichtenagentur AFP, die Armee habe von den Feldarbeitern den Aufenthaltsort von Rebellen erfahren wollen und die Zivilisten erschossen, weil sie keine Auskunft darüber gaben.

Die GAM kämpft seit 1976 gegen die indonesische Vorherrschaft in Aceh und für einen unabhängigen islamischen Staat. Bei Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen in der Provinz wurden allein in diesem Jahr 1.100 Menschen getötet. Die blutigen Zusammenstöße haben zugenommen, seit die Armee im Mai eine Offensive in der an Erdgas- und Ölvorkommen reichen Provinz im Nordwesten der Insel Sumatra begann.

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