Armstrong behauptet Vorsprung
Frigo gewinnt 17. Tour-Etappe

Der Italiener entschied das 142 Kilometer lange Teilstück durch von Aime nach Cluses im Spurt vor dem Belgier Mario Aerts und Telekom-Profi Giuseppe Guerini für sich.

HB CLUSES. Am Donnerstag wollte das Telekom-Team seine bisher dürftige Bilanz bei der 89. Tour de France aufpolieren - ohne durchschlagenden Erfolg. Giuseppe Guerini fuhr zwar auf der mit 142 km kürzesten Etappe zwischen Aime und Cluses bis zuletzt in einer dreiköpfigen Spitzengruppe mit. Doch dann blieb dem kleinen Italiener, der vor drei Jahren die Etappe in L'Alpe d'Huez gewonnen hatte, im Ziel des 17. Teilstücks nur der dritte Rang.

Den Tagessieg holte sich mit Dario Frigo einer der Hauptdarsteller des Doping- Skandals beim Giro d'Italia 2001 vor dem Belgier Mario Aerts. Zu Guerinis Gunsten sprach allerdings, dass er sich seit Tagen mit einer Gastritis plagt, die seine "Leistung um mindestens zehn Prozent mindert", wie Telekom-Teamarzt Lothar Heinrich erklärte. Die dreiköpfige Ausreißergruppe hatte sich schon am ersten von vier Anstiegen gefunden. Neben Guerini stehen weiterhin auch Rolf Aldag (Ahlen), der am Donnerstag die erste Attacke fuhr, mit einem doppelten Rippenbruch und Danilo Hondo (Cottbus) mit einer Bronchitis auf der Telekom-Krankenliste.

Die letzte und leichteste Alpen-Etappe brachte an der Spitze des Gesamtklassements erwartungsgemäß keine gravierenden Veränderungen. Der mutmaßlich vierfache Tour-Sieger Lance Armstrong (USA) geht weiter mit 5:06 Minuten Vorsprung auf den Spanier Joseba Beloki auf die letzten 370 Tour-Kilometer. Auch in der Punktwertung gab es nichts Neues: Der Australier Robbie McEwen im Grünen Trikot und Erik Zabel (Unna) haben weiter jeweils 229 Punkte. Neben der Sicherung seines Gelben Trikots hat Armstrong jetzt noch ein großes Ziel: Am Samstag beim zweiten Einzelzeitfahren dieser Tour über 50 km von Régnié Durette nach Macon will er die Scharte von Lorient auswetzen und seinen insgesamt vierten Etappensieg feiern. Beim ersten Zeitfahren hatte er in dem Kolumbianer Santiago Botero, der stark mit Telekom in Verbindung gebracht wird, seinen Meister gefunden. Botero machte am Donnerstag eineinhalb Minuten auf Armstrong gut und schob sich auf den vierten Rang im Gesamtklassement vor.

Frigo, der im Frühjahr seine Doping-Sperre abgesessen hatte, der McEwen-Team-Kollege Aerts, der im nächsten Jahr für Telekom fahren wird, und Guerini hatten sich nach der ersten von Aldag gewonnenen Sprintwertung nach 43 km vom Feld abgesetzt. Die drei gingen auch gemeinsam auf die 24 km lange Abfahrt ins Ziel nach Cluses. Auf der ebenen Zielgeraden hatte der 54 Kilo-Mann Guerini keine Chance. Frigo feierte den ersten italienischen Sieg dieser Tour. Auf dem Weg zum Zeitfahren hat es die 18. Etappe von Cluses nach Bourg-en-Bresse am Freitag mit einem ständigen Auf und Ab noch ein Mal in sich. "Die Kontrolle des Feldes wird bei dem Parcours sehr schwer", sagte Armstrong im Vorausblick auf die 176,5 km.

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