Armstrong will Einfluss auf Kabelfernsehen nicht so schnell aufgeben
AT&T lehnt Übernahme-Angebote ab

Der US-Telefonkonzern AT&T Corp, New York, hat alle Übernahme-Angebote für seine Kabelfernseh-Sparte AT&T Broadband abgelehnt: Sie seien nicht angemessen.

hus NEW YORK. Vorstandschef Michael Armstrong teilte das den drei Bietern AOL Time Warner, Comcast und Cox Communications mit. Die Details der Angebote waren nicht bekannt, doch es ist zu erwarten, dass AT&T das größte Kabelfernseh-Unternehmen der USA nicht für weniger als 40 Mrd.$ verkaufen würde. Nach Informationen des "Wall Street Journal" forderte AT&T die Bieter auf, ihr Angebote innerhalb einer Woche nachzubessern.

Parallel bereitet Armstrong seit einigen Monaten die Abspaltung der Kabel-Fernsehsparte als eigenständiges Unternehmen vor. In diesem Fall könnte AT&T über seine Aktienanteile weiter an den Gewinnen der profitabel arbeitenden Gesellschaft teilhaben und Einfluss auf die Geschäftsführung nehmen. Armstrong hatte nach seinem Amtsantritt 1997 die AT&T-Sparte durch den Erwerb der beiden großen regionalen Kabelfernseh-Gesellschaften Media One Group und Tele Inc. -Communications gebildet. Es war damals ein wichtiger Teil der Zukunftsstrategie für den wenig profitablen Telefon-Riesen.

Die Ablehnung sämtlicher Angebote könnte auch zu einem stärkeren Einfluss des Software-Konzerns Microsoft führen. Microsoft will seine Position im Kabel stärken und hält bereits Minderheits-Anteile an Cox, Comcast und AT&T. Der Software-Riese ist bereit, Bares zu den Übernahme-Angeboten von Comcast und Cox zuzusteuern.

Die Breitbandsparte ist deswegen so interessant, weil sie neben dem Kabelfernsehen auch den schnellen Zugang zum Internet und interaktives Fernsehen ermöglicht.

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