Arsenal bangt um Torgarant Henry
Heiße Fights um die letzten Achtelfinal-Ticktes

Zwischen Triumph und Tragik, Gruppensieg und Abschied liegen drei Punkte: Vor dem letzten Vorrunden-Spieltag in der Champions League ist für die Mannschaften in den Gruppen A und B noch alles möglich.

HB HAMBURG. Olympique Lyon kann in der Gruppe A nur bei einem Sieg gegen Celtic Glasgow noch das Achtelfinale erreichen. Gleiches gilt für den deutschen Rekordmeister Bayern München, der als derzeit Tabellenletzter bei einem Sieg gegen den RSC Anderlecht sogar noch als Gruppenerster in die nächste Runde einziehen kann. Auch in der Parallel-Staffel haben Lokomotive Moskau, der FC Arsenal, Inter Mailand und Dynamo Kiew noch die Möglichkeit, als Gruppenerster die Vorrunde zu beenden oder als Letzter ganz von der europäischen Fußball-Bühne zu verschwinden.

"Es steht viel auf dem Spiel", sagte Pegguy Luyindula, der Sturmpartner von Ex-Bayern-Torjäger Giovane Elber, vor der entscheidenden Begegnung am Mittwoch (20.45 Uhr) gegen Celtic. Der französische Meister, in der nationalen Liga derzeit auf Platz zwei, bemüht sich trotz der Bedeutung des Spiels um Gelasseheit. "Wir wissen, dass wir gewinnen müssen", meinte Luyindula, "aber wir werden das Spiel mehr mit Freude als mit Sorge antreten." Celtic Glasgow reist mit einigen Personalsorgen nach Lyon. Immerhin fehlt den Schotten, die die Gruppe A mit sieben Zählern vor den punktgleichen RSC Anderlecht und Lyon anführen, das Mittelfeld-Trio Jackie McNamara und Didier Agathe (beide verletzt) und Alan Thompson (gesperrt).

Ausgerechnet vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Lokomotive Moskau muss der FC Arsenal London um seine "Tormaschine" Thierry Henry bangen. Der Kollege von Nationaltorhüter Jens Lehmann hat eine Knieverletzung. Trainer Arsene Wenger will kein Risiko eingehen und lässt Henry voraussichtlich pausieren.

Auch im zweiten Spiel der Gruppe B zwischen Dynamo Kiew und Inter Mailand haben beide Mannschaften noch die Chance auf den Gruppensieg oder zumindest auf das Weiterkommen. Die Italiener befinden sich unter dem neuen Trainer Alberto Zaccheroni im Aufwind. Nur in der Champions League gab es beim 1:5 gegen Arsenal zuletzt einen Rückschlag. Kiew setzt Inter vor allem auf seinen wiedererstarkten Christian Vieri. Nach Verletzungspause und Formkrise meldete er sich am Sonntag mit einem Doppelschlag beim 2:1 gegen Perugia zurück.

In den Gruppen C und D haben der AS Monaco (gegen AEK Athen) und Juventus Turin (gegen Olympiakos Piräus) bereits das Ticket für die nächste Runde gebucht. Bestens stehen auch die Chancen für Deportivo La Coruna, in der Gruppe C als Zweiter nach Monaco ins Achtelfinale zu kommen. "Wir fahren nach Holland, um Gruppenerster zu werden", forderte Trainer Javier Irureta vor der Abreise zum PSV Eindhoven. Das Team hat jene orangenen Auswärtstrikots im Gepäck, mit denen La Coruña die 3:8-Niederlage in Monaco kassierte. Der abergläubische Irureta hofft jedoch darauf, dass sein Team im traditionellen Blau- Weiß antreten darf: "Ich will diese Hemden auf keinen Fall sehen."

Als weitere spanische Mannschaft kann auch Real Sociedad San Sebastián noch in die nächste Runde kommen. Den Basken reicht in der Gruppe D gegen Galatasaray Istanbul ein Punkt für die Qualifikation.

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