Arsenal nur Remis in Moskau
Italiens Top-Teams marschieren

In der Champions League sind die Mannschaften aus der Serie A weiter das Maß der Dinge. Auch am zweiten Spieltag der Königsklasse trumpften Juventus Turin und Inter Mailand vor allem dank ihrer Stars Christian Vieri und Pavel Nedved groß auf.

HB HAMBURG. Die beiden Vereine bauten die noch immer makellose Bilanz der italienischen Clubs in dieser Saison weiter aus. Sechs Zähler aus zwei Spielen weisen außerdem nur noch AS Monaco und Real Sociedad San Sebastian auf, ansonsten beginnt sich allmählich die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn mit Galatasaray Istanbul, Olympiakos Piräus und überraschend auch dem niederländischen Meister PSV Eindhoven stehen drei Clubs noch immer ohne jeden Punkt da.

Selbst für den FC Arsenal wird es nach dem 0:0 bei Lokomotive Moskau langsam eng. "Ich weiß nicht, ob das ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte sind. Wir sind frustriert, denn wir hatten genügend Chancen", ärgerte sich Trainer Arsene Wenger über die Punkteteilung des englischen Vizemeisters in der russischen Hauptstadt. Von den letzten zwölf Spielen in der europäischen Meisterklasse konnten die Londoner nur zwei für sich entscheiden, der Rückstand auf Inter Mailand als Spitzenreiter der Gruppe B beträgt schon fünf Punkte.

Die Italiener konnten sich einmal mehr bei Christian Vieri für drei Punkte bedanken. Nach dreiwöchiger Pause wegen einer Knöchelverletzung gerade eingewechselt, erzielte der 30-jährige Nationalstürmer das 2:1-Siegtor gegen Dynamo Kiew. "Mit Vieri hat Inter einen Löwen mehr", feierte die "Gazzetta dello Sport" den Matchwinner, der selbst bekannte: "Ich konnte nicht draußen bleiben. Ich hatte zu viel Lust zu spielen." Für Trainer Hector Cuper ist die Qualifikation für das Achtelfinale nah. Zudem tankte Inter weiteres Selbstbewusstsein für das bevorstehende Lokalderby in der Serie A gegen den AC Mailand.

"Nedved und Juve - was für eine Glückseligkeit", bejubelte die "Gazzetta dello Sport" den 2:1-Erfolg des italienischen Meisters bei Olympiakos Piräus, für den der tschechische Internationale im Alleingang (21./79.) sorgte. "Ich war so sauer über das Gegentor und einen Fehlpass von mir - das konnte ich so nicht stehen lassen", begründete Nedved seinen Doppelschlag. Die Tore widmete er anschließend seinem Vater, der gerade operiert wurde. Für Juve- Trainer Marcello Lippi war der Auftritt des 31-Jährigen freilich keine Überraschung: "Solche Leistungen bringt er seit Jahren."

Für den AS Monaco erweist sich Fernando Morientes als wahrer Glücksgriff. Der frühere Angreifer von Real Madrid, um den sich im Sommer auch der FC Schalke 04 bemüht hatte, traf beim 4:0 gegen AEK Athen gleich doppelt und schoss die Kicker aus dem Fürstentum mit drei Toren in zwei Spielen fast im Alleingang an die Tabellenspitze der Gruppe C. Bei Deportivo La Coruna schließt Walter Pandiani immer besser die Lücke, die Roy Makaay durch seinen Wechsel zum FC Bayern München hinterlassen hat. Mit seinem Tor zum 2:0 gegen den PSV Eindhoven gelang dem Uruguayer bereits der siebte Treffer im siebten Saisonspiel. Dass die Legende von der "türkischen Hölle" ("Marca") für spanische Clubs immer mehr an Schrecken verliert, bewies Real Sociedad San Sebastian mit dem 2:1-Erfolg bei Galatasaray Istanbul.

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