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Arsenal stolpert in Trondheim

Der FC Chelsea weiter auf Achtelfinal-Kurs, der FC Arsenal in Norwegen ausgebremst: Am zweiten Vorrunden-Spieltag der Champions League wurden von den Londoner Vorzeigeclubs nur die "Blues" beim souveränen 3:1 gegen den kriselnden Vorjahressieger FC Porto ihrer Favoritenrolle gerecht.

HB HAMBURG. Die "Gunners" ließen dagegen mit dem 1:1 bei Rosenborg Trondheim erstmals Federn. "Das ist ein sehr frustrierendes Ergebnis", schimpfte Trainer Arsene Wenger über die Punkteteilung seines in der Premier League seit 47 Spielen ungeschlagenen Teams. Neben Chelsea stellten auch die Mailänder Clubs Inter und AC sowie der FC Barcelona mit dem jeweils zweiten Gruppensieg die Weichen fürs Weiterkommen.

Arsenal führt die Tabelle der Gruppe E zwar mit vier Punkten an, aber nicht nur Wenger weiß, dass es eigentlich zwei mehr sein müssten. Nach dem frühen 1:0 durch Fredrik Ljungberg ließ es das Team im Lerkendal-Stadion allzu gemächlich angehen. "Wir waren zu vorsichtig und hätten mehr riskieren müssen", ärgerte sich der Elsässer über das Zaudern seiner Mannschaft. Sieben Minuten nach der Halbzeit folgte die Strafe durch Roar Strand, der den bis dahin fast beschäftigungslosen Jens Lehmann zum Ausgleich überwand.

Für Chelsea-Coach Jose Mourinho bedeutete der Sieg gegen seine ehemaligen Schützlinge keine Genugtuung. "Wir haben jetzt eine fantastische Ausgangsposition, um die nächste Runde zu erreichen", bilanzierte der 41-jährige Trainer des FC Chelsea nach dem 3:1 gegen den FC Porto, den er zu zwei Meistertiteln, dem UEFA-Cup-Sieg und in diesem Jahr zum Triumph in der Champions League geführt hatte. Doch nun droht dem Club der Absturz ins Mittelmaß. Für die Zeitung "Jornal de Noticias" vor allem eine Frage der fehlenden Mittel: "Europäischer Trauertag für Portugal - Das Geld siegt über die sportlichen Belange. Der Multimillionär sitzt nun einmal in London und nicht in Porto."

Mourinho ließ sich auch nicht durch die Spuckattacke eines portugiesischen Zuschauers aus der Reserve locken, der ihn mit einem Speichelgruß bedachte, als er vor Spielbeginn im Stadion an der Stamford Bridge Anhänger seines früheren Clubs begrüßte. "Einige Leute mögen mich, andere mögen mich nicht. So ist eben der Fußball", sagte der Trainer, der mit den Londonern weiter ungeschlagen ist.

Einen Lauf hat auch Inter Mailand, und das ohne Superstar Christian Vieri. Italiens Top-Torjäger wurde auch beim 3:1 in Anderlecht nicht vermisst, wo erneut der Brasilianer Adriano als Torschütze und Vorbereiter glänzte. Vieri könnte bei Inter ein Opfer der erfolgreichen zweiten Reihe werden, auch wenn Trainer Roberto Mancini versprach: "Wir haben die Pflicht, Vieri wieder heranzuführen."

Umjubelter Matchwinner beim Lokalrivalen AC Mailand war Filippo Inzaghi, der sich nach mehrmonatiger Verletzungspause eindrucksvoll zurückmeldete und als "Joker" in der 89. Minute den zweiten Treffer beim 3:1 gegen Celtic Glasgow markierte. "Inzaghi rettet Milan", schrieb die "La Gazzetta dello Sport" nach einem insgesamt schwachen Auftritt des Chamions-League-Siegers von 2003.

Auch der FC Barcelona ließ gegen Schachtjor Donezk nichts anbrennen und baute seine Bilanz auf sechs Punkte aus. "Die wirkliche Galaxie ist in Barcelona, nicht in Madrid", bewertete "El Mundo Deportivo" den 3:0-Erfolg gegen die Ukrainer.

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