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Arsenal weiter ohne Niederlage

Jens Lehmann und Meister Arsenal London sind mit einem Sieg in die neue Fußball-Saison der englischen Premier League gestartet. Der Titelverteidiger setzte sich beim FC Everton mit 4:1 (2:0) durch und ist damit seit 41-Liga-Spielen unbesiegt.

dpa LONDON/HAMBURG. Jens Lehmann und Meister Arsenal London sind mit einem Sieg in die neue Fußball-Saison der englischen Premier League gestartet. Der Titelverteidiger setzte sich beim FC Everton mit 4:1 (2:0) durch und ist damit seit 41-Liga-Spielen unbesiegt.

Sollten die "Gunners" auch ihr erstes Heimspiel gegen den FC Middlesborough nicht verlieren, würde der über 20 Jahre alte Rekord von Nottingham Forest mit 42 Spielen ohne Niederlage eingestellt. Lehmanns Nationalmannschafts-Kollege Dietmar Hamann startete mit dem FC Liverpool weniger erfolgreich: Der englische Rekordmeister kam nicht über ein 1:1 bei Tottenham Hotspur hinaus.

Der FC Chelsea, neben Arsenal der große Titelfavorit, kam zum Auftakt gegen Ex-Meister Manchester United zu einem 1:0 (1:0). Der Isländer Eidur Gudjohnsen erzielte schon in der 15. Minute den Siegtreffer und bescherte dem neuen Trainer Jose Mourinho einen gelungenen Einstand.

Den überzeugendsten Erfolg spielte aber Arsenal London heraus: Gegen Everton, das auf seinen verletzten EM-Star Wayne Rooney verzichten musste, erzielten Dennis Bergkamp (23.), Jose Antonio Reyes (39.), Fredrik Ljungberg (54.) und Robert Pires (83.) die Tore für Arsenal. Lee Carsley (63.) sorgte für den 1:3-Zwischenstand.

Bei Liverpool hatte dagegen der Blitz-Transfer von Michael Owen zu Real Madrid Spuren hinterlassen. Während sich der Torjäger bereits in der spanischen Hauptstadt mit dem Trikot seines neuen Arbeitgebers präsentierte, kam sein früheres Team nur zu einem Unentschieden. "Wir sind alle über seinen Weggang geschockt", meinte Kapitän Steven Gerrard. "Aber wir müssen auch ohne Michael Owen weiterleben."

Gemeinsam mit Arsenal stehen die Bolton Wanderers durch ein 4:1 über Charlton Athletic an der Tabellenspitze. Der Sieg gelang vor allem dank einer Gala-Vorstellung von Geburtstagskind Jay Jay Okocha (31). Der ehemalige Bundesliga-Profi aus Nigeria leitete in der elften Minute mit einem brillanten Freistoß zum 1:0 den Sieg ein. Okocha bereitete anschließend Henrik Pedersens erstes Tor mit einem Bilderbuch-Pass vor, ehe der von 1992 bis 1996 für Eintracht Frankfurt tätige Afrikaner das 3:0 wieder selbst erzielte.

Völlige Ladehemmung hatten die Liverpooler gegen die stark ersatzgeschwächten "Spurs" zwar nicht. Doch im Spiel eins nach Owen, der für die "Reds" in 297 Partien 158 Treffer erzielt hatte, zeigte die Mannschaft des neuen Trainers Rafael Benitez nur eine durchwachsene Leistung. Djibril Cissé ließ durch seinen Führungstreffer in der 37. Minute den neuen Coach auf einen siegreichen Einstand hoffen.

Der französische Angreifer war als teuerster Einkauf der Liverpool-Geschichte für 21 Mill. ? von AJ Auxerre an die Anfield Road gewechselt und soll nun in die Fußstapfen von Owen treten, dessen Wechsel offiziell bekannt gegeben worden war. "Cissé hat seine Sache gut gemacht, und hoffentlich kann er die Tore für uns erzielen, die Michael nicht mehr machen kann", meinte Kapitän Gerrard.

Zwanzig Minuten vor dem Ende kassierten die Gäste vor 35 105 Zuschauern aber den Ausgleich durch Jermaine Defoe, der damit auch den Premier-League-Einstand des ehemaligen französischen Nationaltrainers Jacques Santini auf der Spurs-Bank rettete.

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