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Art Technoloy: Bilanzkosmetik

Die Aktien von Art Technology verlieren am Mittwoch knapp ein Fünftel ihres Wertes. Der Kurssturz folgt der Bekanntgabe, dass Art Technology 9,6 Millionen Dollar seines Forderungsbestandes an ein Finanzierungsinstitut verkauft hat.

Die Anleger zeigten sich enttäuscht, dass nur durch diesen Forderungsverkauf eine ausstehende Rechnungszeit von 64 Tagen ausgewiesen werden konnte. Das bedeutet, dass Art Technology Forderungen in seiner Bilanz ausweist, die im Schnitt in 64 Tagen bezahlt werden. Der Verkauf von Forderungen löste verschiedenste Reaktionen unter den Analysten aus. So fragt sich Heather Bellini von Salomon Smith Barney, wie es denn um die Kreditwürdigkeit von Art Technologies Kunden bestellt ist. Sie glaubt, dass der Verkauf eine Folge der großen Abhängigkeit Art Technologys von dot-com Firmen ist.



Thomas Weisel von dem Analystenhaus Tim Klassell nimmt die Vorfälle sogar zum Anlass, das Papier von "aggressiv kaufen" auf nur noch "kaufen" abzustufen. Ken Carey von UBS Warburg kommentierte die Aufregung gar mit Shakespeare "Much Ado About Nothing" und hob sein Rating sogar auf "aggressiv kaufen" an, nachdem ihm das Art Technology-Management die Bonität seiner Schuldner zusicherte.

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