Arzneimittelkosten deutlich gestiegen
Krankenkassen warnen vor Beitragserhöhung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Bundesregierung nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" vor einer Erhöhung der Krankenkassenbeiträge gewarnt.

rtr/dpa-afx BERLIN. Das Blatt berief sich in seiner Freitagausgabe auf ein Brief der Kassen an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), in dem die Versicherer schreiben, dass die Beitragsstabilität der gesetzlichen Krankenversicherung massiv gefährdet sei. Die Finanzdaten wiesen im Arzneimittelsektor eine dramatische Entwicklung auf. Die Kassen fordern deshalb eine Beibehaltung der Arzneimittel-Budgets. Die angekündigte Abschaffung des Kollektivregresses für Ärzte bei Überschreitung der Arzneimittelbudgets habe offenbar alle Schranken geöffnet. Beim Bundesgesundheitsministerium war am Freitagmorgen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Krankenkassen haben nach dem Bericht angegeben, dass die Arzneimittelkosten im ersten Quartal 2001 in den neuen Bundesländern um bis zu 16,9 % und in Westdeutschland um bis zu 12,6 % zugenommen haben. Wenn diese Entwicklung anhalte, kämen auf die Kassen zusätzliche Ausgaben in Milliardenhöhe zu, hieß es. In ihrem Schreiben hätten die Kassen die Beibehaltung des Arzneimittelbudgets und wirksame Regressregelungen bei Überschreitung der Obergrenzen gefordert. Außerdem sollten die Haftungsregelungen für Ärzte bei Überschreitung des Budgets so ausgestaltet werden, dass eine Steuerung der Ausgaben für Arzneimittel tatsächlich möglich sei.

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