AS Rom, Inter Mailand und FC Liverpool
"Edel-Clubs" zittern ums Weiterkommen

Alles, nichts oder wenigstens ein Trostpreis: Die renommierten Clubs AS Rom, Inter Mailand, FC Liverpool, Ajax Amsterdam und Galatasaray Istanbul zittern um das Erreichen der Zwischenrunde in der Champions League. Während über Wohl und Wehe der drei deutschen Teilnehmer bereits entschieden ist, liegen die Nerven bei den Protagonisten vor dem Showdown am Dienstag und Mittwoch blank. Dies gilt vor allem für den FC Liverpool und Inter Mailand nach ihren verpatzten Generalproben am Wochenende.

HB/dpa LEIPZIG. Liverpools Trainer Gerard Houllier erteilte seinen Schützlingen bereits Redeverbot gegenüber Schweizer Journalisten. Der Premier- League-Primus braucht am Dienstag in der Gruppe B als Dritter (7 Punkte) bei Vordermann FC Basel (8) einen Sieg, sonst müsste sich die Mannschaft um Dietmar Hamann mit dem UEFA-Pokal-Wettbewerb begnügen. In der Premier League kassierten die "Reds" zuletzt mit einem peinlichen 0:1 beim FC Middlesbrough die erste Niederlage nach zwölf Meisterschaftspartien.

Die englische Presse ist sich einig, dass es für Houlliers Kollegen Christian Gross, der Basel bereits mit einem Remis als erstes Schweizer Team in die Zwischenrunde führen könnte, vor allem um eine persönliche Revanche geht. Der Coach hatte während seines elfmonatigen Intermezzos bei Tottenham Hotspur vor fünf Jahren vor allem Spott und Hohn geerntet. Gross wog die Gäste dagegen schon einmal in Sicherheit: "Liverpool ist gut genug, die Champions League zu gewinnen." In der Gruppe B hat der FC Valencia (13) den Einzug in die nächste Runde bereits sicher. Gegner Spartak Moskau hofft im einzigen bedeutungslosen Spiel auf den ersten Punktgewinn.

Für Inter Mailand (8), das beim 1:2 gegen Udinese Calcio zum ersten Mal in dieser Saison in der Serie A leer ausging, hat der Gastauftritt beim punktgleichen Ajax-Team ebenfalls Endspiel- Charakter. "Ich verspreche eine prompte Reaktion auf die Niederlage", kündigte der uruguayische Stürmerstar Alvaro Recoba für die entscheidende Partie in der Gruppe D an.

"Inter zittert um 15 Millionen"

Neben dem sportlichen Tiefschlag käme das Ausscheiden aus der internationalen Elite-Klasse auch einem finanziellen Verlust gleich. Daher meinte die "Gazetta dello Sport": "Inter zittert um 15 Millionen Euro". Nach dem 1:0 im Hinspiel reicht Mailand ein Unentschieden. "Wir sollten aber gar nicht daran denken, Ajax kommen zu lassen. Das wäre ein unverzeihlicher Fehler", warnte Abwehrstratege Xavier Zanetti.

In die Rolle des lachenden Dritten könnte Olympique Lyon (7) schlüpfen. Der derzeitige Tabellenzweite der französischen Liga tritt in Bestbesetzung bei Rosenborg Trondheim (3) an. Der 16-malige norwegische Meister hat als Schlusslicht keine Chance mehr auf die Zwischenrunde. "Ich erwarte aber nicht, dass Lyon in Rosenborg gewinnen wird", meinte Ajax-Trainer Ronald Koeman. Mit einem eigenen Sieg und einer Niederlage Amsterdams könnte Lyon die Koeman-Truppe überholen.

AEK Athen kann Träume von AS Rom zerstören

Hinter Titelverteidiger Real Madrid, das nur auf Grund der direkten Vergleiche mit acht Punkten in der Gruppe C bereits für die sechs Partien in der Zwischengruppe qualifiziert ist, könnte AEK Athen (5) für den Favoritensturz sorgen. Ein Sieg des elfmaligen griechischen Champions würde die Königsträume von AS Rom (8) zerstören. Die Mannschaft von Trainer Fabio Capello schonte in der Meisterschaft zuletzt die Topstars und wurde mit einem 1:1 beim abstiegsbedrohten FC Piacenza bestraft. Gegen Athen wird voraussichtlich Kapitän Francesco Totti (Knieprobleme) fehlen, auch wenn dieser ankündigte: "Ich will dabei sein."

Während Borussia Dortmund (10) und der FC Arsenal (9) in der Gruppe A bereits weiter sind, kann sich der Spitzenreiter der niederländischen Ehrendivision, PSV Eindhoven (5), mit einem Sieg bei den "Gunners" zumindest das tröstende Ticket für den UEFA-Pokal - Wettbewerb sichern.

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