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AS Rom verliert am grünen Tisch

Der AS Rom ist für den durch einen Münzwurf provozierten Abbruch des Champions League-Spiels gegen Dynamo Kiew mit einer glimpflichen Strafe davon gekommen.

dpa ROM. Der AS Rom ist für den durch einen Münzwurf provozierten Abbruch des Champions League-Spiels gegen Dynamo Kiew mit einer glimpflichen Strafe davon gekommen.

Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) wertete die wegen der Verletzung des schwedischen Schiedsrichters Anders Frisk beim Stande von 0:1 nach 45 Minuten vorzeitig beendete Partie mit 3:0 für die Ukrainer.

Außerdem wurde die Mannschaft von Rudi Völler dazu verurteilt, die nächsten beiden Heimspiele in der Champions League am 3. November gegen Bayer Leverkusen und am 8. Dezember gegen Real Madrid unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. Roma-Abwehrspieler Philippe Mexes, dessen Platzverweis die Tumulte ausgelöst hatte, wurde zu einer Sperre von zwei Spielen verurteilt.

In Italien war nach den erneuten Vorfällen im römischen Olympiastadion eine Platzsperre von bis zu sechs Spielen im Europapokal befürchtet worden. Der Spielabbruch war durch den Wurf einer Münze verursacht worden, die den Unparteiischen Frisk auf dem Weg in Kabine am Kopf verletzt und an der weiteren Leitung der Partie gehindert hatte. Bereits zuvor war es in der Arena bei Spielen des AS Rom mehrfach zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Eine weitere sportjuristische Entscheidung fiel positiv für Völler und sein Team aus. Der italienische Fußball-Verband (Figc) reduzierte die Sperre für Stürmer Antonio Cassano auf ein Spiel. Der Römer habe seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini zwar mit der Hand ins Gesicht gegriffen, der habe ihn aber zuvor provoziert und sei dann theatralisch zu Boden gegangen, stellten die Berufungsrichter fest. Der 22-Jährige steht dem ehemaligen DFB-Teamchef damit am Mittwochabend im Heimspiel gegen US Lecce wieder zur Verfügung.

Auch der zuletzt mit einer Wadenzerrung außer Gefecht gesetzte Kapitän Francesco Totti soll am dritten Serie-A-Spieltag im Olympiastadion wieder auflaufen können. Damit ist nach der 3:4- Niederlage in Messina für Rom gegen die stark gestartete Mannschaft aus Lecce der Weg zur Wiedergutmachung frei.

Die Stimmung bei den Römern entspannte sich schon nach dem Straf-Nachlass für Cassano, dem Völler nach dessen Roter Karte beim 1:0-Saisonauftaktsieg gegen Florenz und einem Disput im Training eine Auszeit zum Nachdenken verordnet hatte. Die Zwangspause und eine Aussprache mit Völler zeigte Wirkung. "Cassano hat verstanden, dass Völler ein ehrlicher und offener Typ ist", beschrieb die "La Gazzetta dello Sport" den Stimmungswechsel in Rom. Im Training habe Cassano mit Völler sogar gescherzt, berichtete das Blatt.

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