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Aserbaidschans Ex-Präsident Eltschibej gestorben

dpa ANKARA/MOSKAU. Der frühere Führer der Volksfront und Präsident von Aserbaidschan, Abulfas Eltschibej, ist am Dienstag gestorben. In einem Krankenhaus in der türkischen Hauptstadt Ankara erlag der 62-Jährige einem Prostata-Krebsleiden. Der 1938 geborene Eltschibej war einer der typischen Vertreter der erwachenden Nationalbewegungen in der Zerfallszeit der Sowjetunion.

Der wegen seiner antisowjetischen Einstellung drei Jahre lang inhaftierte Kulturwissenschaftler wurde 1989 Vorsitzender der neugegründeten Volksfront Aserbaidschans. Ein halbes Jahr nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Eltschibej im Juni 1992 zum Präsidenten gewählt.

Doch nach den Misserfolgen im Krieg mit Armenien um die Enklave Berg-Karabach wurde er 1993 von ehemaligen Weggefährten gestürzt. In dem Machtkampf setzte sich schließlich der frühere aserbaidschanische KP-Chef Aserbaidschans, Geidar Alijew, durch, der bis heute den ölreichen Kaukasus-Staat am Kaspischen Meer führt.

Alijew ordnete nach Angaben der Agentur Itar-Tass am Dienstag an, seinen einstigen Widersacher Eltschibej auf Staatskosten heimzuführen. Er soll in der Ehrenallee der Hauptstadt Baku beigesetzt werden.

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