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Asiatische Aktienmärkte nach Angriffen schwächer

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte haben am Montag im frühen Handel teilweise deutlich nachgegeben, nachdem die USA und Großbritannien am Sonntag mit Vergeltungsangriffen gegen Ziele in Afghanistan begonnen hatten.

Reuters SEOUL/SINGAPUR. Dabei bewegten sich die Verluste an den Märkten gegen 03.30 Uhr MESZ zwischen 0,8 und 2,6 %. An manchen Börsen blieben die Verluste begrenzt, da nach Händlerangaben mit Angriffen gerechnet worden war. Starke bis moderate Einbußen gab es in Singapur, Sydney und Taiwan, während sich die Verkäufe in Seoul in Südkorea eher begrenzt hielten. Die Börse in Tokio ist am Montag wegen eines Feiertages geschlossen. In Hongkong eröffnete der Markt mit Verlusten von über zwei Prozent.

In Singapur gab der Strait-Times-Index 2,63 % auf 1349 Punkte nach. In Taiwan büßte der Taiex-Index 2,12 % auf 3509 Punkte ein.In Australien gab der SP/ASX-200-Index 1,21 % auf 3140 Zähler nach, während der Korea Composite-Stock-Price-Index (Kospi) in Südkorea 0,88 % auf 497,51 Punkte verlor. An manchen Börsen war nach Händlerangaben der Handel bislang nicht sehr aktiv. In Hongkong lag der Hang-Seng-Index kurz nach Eröffnung mit 2,09 % im Minus bei 10 065,77 Punkten.

Die USA und Großbritannien begannen am Sonntag fast einen Monat nach den Anschlägen von New York und Washington mit massiven Vergeltungsangriffen gegen Afghanistan. Bei den Angriffen auf Positionen der Taliban-Regierung und der Organisation des moslemischen Extremisten Osama bin Laden, El Kaida, wurden nach US-Angaben Marschflugkörper, Kampfflugzeuge und Bomber eingesetzt. Augenzeugen berichteten von Angriffswellen gegen Ziele in Kabul, Kandahar und Dschalalabad.

Anleger in Seoul vorsichtig

An der Börse in Seoul hieß es, Investoren seien nach den Angriffen eher vorsichtig. "Die Leute warten ab, um zu sehen, wie die US-Märkte reagieren," sagte Lee Hong-jae, Fondsmanager bei der Korea Investment Trust Management. Falls es sich bei den Angriffen nur um einen begrenzten Krieg handele, würde dies helfen, den Markt nach oben zu bringen. Gegen den Trend zulegen konnten in Seoul Ölwerte wie S Oil und Hankook Shell Oil aber auch Goldminen-Titel wie Young Poong M&C.

In Taiwan hatte Regierungssprecher Su Tzen-ping vor Markteröffnung Journalisten gesagt, ein Stabilisierungsfonds stehe bereit und werde notfalls eingreifen, falls es zu einem deutlichen Kursrutsch kommen sollte. Zu Handelsbeginn in Taipeh gab der Taiex-Index 1,84 % ab, machte dann aber zunächst einige Verluste wieder wett. Nach Einschätzung von Analysten war es aber nicht klar ob der Regierungsfonds als Käufer aufgetreten war. Im weiteren Handelsverlauf büßte der Index dann über zwei Prozent ein. Der Sub-Index für Elektronikwerte verlor 1,86 %, während der Banken- und Versicherungsindex kräftige 2,89 % abgab.

Auch an der Börse in Australien standen Versicherungswerte unter Druck. QBE Insurance verloren zeitweise 3,2 %. Die Aktie des Medienkonzerns News Corp wurde mit Abschlägen von ebenfalls über drei Prozent auf 12,88 australische $ gehandelt. In Singapur eröffnete der Markt bereits mit Verlusten von 1,67 % und gab dann im Handelsverlauf weiter nach. Hier sprachen Marktbeobachter von einem lebhaften Handelsgeschehen, wobei Indexschwergewichte die Verluste anführten.

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