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Asiatische Aktienmärkte tendieren schwächer

Negative Unternehmensnachrichten aus den USA haben am Dienstag auch die Märkte in Fernost belastet. Händler erwarteten, dass im Tagesverlauf auch der Dollar weiter nachgeben könnte und begründeten dies vor allem mit den Sorgen über den zweitgrößten US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac. Zudem belastete die Nachricht, dass der weltweit zweitgrößte Mobilfunkhersteller Motorola am Vortag seine Gewinn- und Umsatzprognose gesenkt hatte. Im Mittelpunkt dürfte nun vor allem der Zwischenbericht von Motorola-Konkurrent Nokia stehen, der am Dienstagvormittag veröffentlicht wird.

Reuters SINGAPUR. In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kurz vor Schluss 0,70 Prozent schwächer bei 8 759 Punkten. Die Nachrichten von Freddie Mac warfen an den asiatischen Märkten Zweifel an der Stabilität des US-Immobilienmarktes auf, der zur Belebung der US-Wirtschaft beigetragen hatte. "Zu diesem Zeitpunkt, lässt sich einfach noch nicht beurteilen, wie ernst die Sache", sagte ein Analyst am Dienstag. Freddie Mac und sein größeres Schwesterunternehmen Fannie Mae haben den staatlichen Auftrag, die Finanzierung von Immobilien zu erleichtern. Freddie Mac und Fannie Mae verwalten Hypothekenkredite über 3,3 Billionen Dollar und kontrollieren damit etwa 40 Prozent dieses Marktes.

Die Nachricht, dass der Konzern sein gesamtes Spitzenmanagement wegen mangelnder Kooperation bei der Prüfung früherer Bilanzen entlassen hat, ließ am Vorabend auch die Wall Street fallen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,9 Prozent tiefer auf rund 8 980 Punkten.

Negativ wirkte sich in Asien auch die Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose bei Motorola ausg, der dies mit dem schwachen Asiengeschäft nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Sars begründete. In Honkong gaben daraufhin am Dienstag etwa die Kurse des chinesischen Motorola-Konkurrenten TCL International Holdings nach.

Im Devisenhandel präsentierte sich der Dollar zunächst kaum verändert. Zum Yen notierte er bei 118,20 Yen nach 118,18 Yen im späten US-Handel. Der Euro war mit 1,1723 Dollar nach 1,1718 Dollar am Vorabend in New York kaum verändert.

Der Goldpreis gab mit rund 359 Dollar pro Feinunze im Vergleich zum 361,60 Dollar im US-Handel nach, während die Ölpreise nahe ihrem 12-Wochen-Hoch blieben. Die Märkte blickten gespannt auf die Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) am Mittwoch in Katar. Es wird erwartet, dass die Opec dabei die Grundlage für eine Drosselung der Ölförderung im späteren Jahresverlauf legt.

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