Asien-Pazifik-Konferenz
Deutsche können Position in Asien ausbauen

Für die deutsche Wirtschaft gibt es in der asiatisch-pazifischen Region noch Ausbaupotenzial. «Die Investitionen insgesamt in Asien könnten ein bisschen stärker sein», sagte Bundeswirtschaftsminister Werner Müller am Dienstag in Tokio am Vortag der 9. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft, zu der 750 Teilnehmer erwartet werden.

dpa TOKIO. Die deutsch-japanische Zusammenarbeit sei gut, sagte Müller. Das Handelsvolumen sei zwar etwas rückläufig. Japan sei aber «weiter ein hoch innovativer Markt».

Japan habe für die Region immer noch entscheidende wirtschaftliche Bedeutung. Anlässlich des 40. Jubiläums der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ) lobte Müller die Kammer als ein «Vorzeigebeispiel» und hob deren Rolle an der Entwicklung des deutsch-japanischen Warenaustausches hervor. Heinrich von Pierer, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) wies den Eindruck zurück, die deutsche Wirtschaft konzentriere sich stark auf China und vernachlässige andere Länder der Region.

Natürlich stehe China im Mittelpunkt mit 1,3 Milliarden Menschen, «mit einer außerordentlich dynamischen Wirtschaft» und einem Markt, «der natürlich Riesenchancen bietet», sagte von Pierer. In China seien 1600 deutsche Unternehmen aktiv. Aber auch die Exporte in andere Länder der Region seien deutlich gestiegen. Bei den deutschen Direktinvestitionen ergebe sich ein ähnliches Bild. Die Entwicklung seit der vor genau fünf Jahren ausgebrochenen Asienkrise sei positiver verlaufen, als manche das gedacht haben, sagte von Pierer.

Müller hatte sich zuvor in China mit dem Chef der chinesischen Zentralen Planungskommission Zeng Peiyan für eine fortgesetzte Kooperation im High-Tech-Sektor ausgesprochen. Das bilaterale High- Tech-Dialogforum als Plattform für Kontakte von Unternehmen beider Länder solle intensiviert werden, hieß es am Dienstag nach dem Treffen aus der deutschen Botschaft in Peking. China habe Gespräche zugesagt, mehr gegen die Fälschungen von Produkten zu tun. Seit China selbst mehr und mehr High-Tech-Firmen habe, sei das Bewusstsein für das Problem auch aus Eigeninteresse gestiegen.

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