ASM Lithography-Chef:
Weiterer Halbleiter-Boom bis 2002 erwartet

Nach Einschätzung von Doug Dunn, dem Vorstandsvorsitzenden des niederländischen Halbleiter-Ausrüsters ASM Lithography, wird der Boom in der Halbleiter-Branche mindestens bis zum Jahr 2002 andauern.

dpa-AFX AMSTERDAM. Wenn das Tempo des Nachfragezuwachses bei Halbleitern unvermindert anhalte, werde frühestens im Jahr 2003 ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erreicht, sagte Dunn der Tagezeitung "De Telegraaf" (Donnerstagsausgabe). Mit dieser Vorhersage liegt der Firmenchef über den gängigen Analystenprognosen.

Laut Dunn sind die steigenden Absatzzahlen von Mobiltelefonen und neue digitale Produkte, wie die DVD, die treibende Kraft hinter dem rapiden Nachfrageanstieg in der Halbleiterbranche. Sowohl bei Halbleiter-Fertigungsmaschinen der neuesten Generation wie auch bei älteren Modellen sei die Kundennachfrage deutlich höher als bisher vorhergesagt, zitiert die Zeitung der Vorstandsvorsitzenden. Dabei seien die älteren Produkte profitabler.

Das Wachstum seines Unternehmens werde im kommenden Jahr nur durch einen Versorgungsengpass bei Bauteilen begrenzt. Seine Konkurrenten stehen laut Dunn vor dem gleichen Problem. Bereits im laufenden Jahr könne ASML aufgrund dieser Situation 80 Fertigungsmaschinen nicht an die Kunden ausliefern. Auf der anderen Seite verhindere dies aber auch eine Überhitzung auf der Angebotsseite.

ASML kann nach Angaben von Dunn theoretisch 350 bis 400 Maschinen pro Jahr bauen, könne aber diese Fertigungskapazität nicht voll ausschöpfen. Dunn zeigte sich zuversichtlich, die von Analysten vorhergesagten 300 bis 340 Produktionssysteme ausliefern zu können. Möglicherweise könnten es auch ein paar Maschinen mehr sein, sagte der ASML-Chef. Dies werde aber davon abhängen, ob seine Zulieferfirmen ein paar zusätzliche Teile liefern können.

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