ASM Lithography
Kommentar: Wunder-Knabe

sbe/HB Eine Schlacht ist geschlagen. Doug Dunn, smarter Chef des Chipmaschinen-Bauers ASML, rang der US-Investitionsaufsicht einen Kompromiss ab, und der High-Tech- Konzern verdrängt Nikon auf Platz zwei in der Rangliste der Chip-Belichter. Das zweite Ziel wird im Sommer erreicht: Die Einführung eines Geräts, das zwei Siliziumplatten gleichzeitig bearbeiten kann. Beim dritten Vorhaben, dem Vorstoß nach Japan, gibt es einen Achtungserfolg: ASML gewann Seiko Epson als ersten Kunden. Aber es wird noch Jahre dauern, Nikon und Canon daheim Marktanteile abzujagen. Darauf sind die Anleger eingestellt.

Was ihnen weniger fällt, ist der überraschende Gewinneinbruch des vorjährigen Rekordhalters. Dunn musste einsehen, dass der Chipmarkt nicht gegen Konjunkturtäler gefeit ist. Der Kauf von SVG ist zudem nicht nur Gewinn, sondern auch Belastung. SVG hat eine nur etwa halb so große Umsatzrendite wie ASML. Dunn steht ungewollt schnell vor der vierten Herausforderung: Er muss die Kosten bei SVG drastisch drücken, will er seinem Ruf als "Wunderknabe" gerecht werden, den er bei Philips genoss.

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