Asolute Mehrheit
CSU könnte es noch schaffen

Die CSU muss bei der Landtagswahl im September zwar mit starken Verlusten rechnen. Doch nach einer neuen Umfrage kann sie trotzdem die absolute Mehrheit schaffen.

HB MAINZ/BERLIN. Derzeit erhielte sie 50 Prozent, alle anderen dann im Landtag vertretenen Parteien zusammen 42 Prozent, wie das ZDF -"Politbarometer" ergab. Demnach würden die Freien Wähler mit 7 Prozent erstmals ins Parlament einziehen und die FDP mit 6 Prozent ins Parlament zurückkehren. Die SPD würde mit 20 Prozent bei ihrem alten Ergebnis verharren. Die Grünen könnten auf 9 Prozent zulegen. Die Linke würde mit 4 Prozent an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

Allerdings sind noch 54 Prozent der Befragten unentschlossen, wen sie wählen sollen. Die Forschungsgruppe Wahlen betonte deshalb ausdrücklich, dass die Umfragewerte noch keine sichere Prognose für den Wahlausgang am 28. September erlauben.

Eine große Mehrheit - 60 Prozent - wünscht sich den Amtsinhaber Günther Beckstein (CSU) weiter als Ministerpräsidenten. Den zum zweiten Mal antretenden SPD-Herausforderer Franz Maget ziehen nur 19 Prozent vor. Allerdings sind beide vielen Wählern unbekannt. Lediglich 54 Prozent der Befragten können Beckstein als CSU - Kandidaten namentlich benennen; selbst unter den CSU-Anhängern sind es nur 60 Prozent. Noch weniger - nämlich 39 Prozent - wissen, dass Maget der Spitzenkandidat der SPD ist; unter den SPD-Anhängern sind es mit 41 Prozent kaum mehr.

In einer Umfrage von Infratest dimap für das TV-Magazin "kontrovers" vor wenigen Tagen kam die CSU auf 48 Prozent. Da die Linke demnach ebenfalls den Einzug in den Landtag knapp verfehlte, würde dies aber für eine absolute Mehrheit der Mandate reichen. Bei der Landtagswahl 2003 erzielte die CSU 60,7 Prozent. Als jetziges Ziel gab Beckstein "50 Prozent plus ein entscheidendes x" aus. Die CSU regiert in Bayern seit 46 Jahren allein.

Mit der Arbeit der CSU-Staatsregierung sind die Befragten der Forschungsgruppe Wahlen im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl 2003 deutlich weniger zufrieden. Ihre Bewertung sank auf einer Positiv/Negativ-Skala von plus 1,8 auf plus 0,8. Allerdings wird die Arbeit der Oppositionsparteien SPD und Grüne weiterhin jeweils negativ bewertet.

Auch bei der Lösung der Probleme in Bayern trauen die Befragten der CSU mehr zu als der SPD - etwa bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze (50 Prozent CSU, 12 Prozent SPD) oder bei Schule und Bildung (35 Prozent CSU, 22 Prozent SPD). Bei der Energiepolitik vertrauen sie sogar nach der CSU (31 Prozent) eher noch den Grünen (25) als der SPD (9).

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