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Asteroiden liefern Hinweise auf das Entstehen der Erde

US-Astronomen sind der Entstehung der Erde ein Stückchen näher gekommen. Sie fanden 39 Asteroiden, die sich vermutlich beim Auseinanderbrechen eines größeren Asteroiden nach einer Kollission gebildet haben.

dpa BOULDER/LONDON. Mit der Entdeckung einer Gruppe von Asteroiden hoffen Wissenschaftler mehr über die Entstehung unseres Sonnensystems und der Erde zu erfahren. Sie identifizierten 39 Asteroiden - kleine Planeten - die vor etwa 5,8 Millionen Jahren entstanden sind. Der Trümmerhaufen, dem die Forscher den Namen Karin-Cluster gaben, bildete sich vermutlich beim Auseinanderbrechen eines größeren Asteroiden nach einer Kollision. Das berichtet ein Team um David Nesvorny vom Southwest Research Institute in Boulder (US-Staat Colorado) im britischen Fachblatt "Nature" (Bd. 417, S. 720).

Die Gruppe identifizierte die Karin-Familie im so genannten Asteroidenhauptgürtel zwischen Mars und Jupiter. Die beiden größten Fragmente besitzen einen Durchmesser von 14 und 19 Kilometern. Mit einem Analyseverfahren, das in erster Linie die Position und Umlaufbahnen der Asteroiden berücksichtigt, datierten die Forscher - zum ersten Mal überhaupt - den genauen Zeitpunkt der Kollision.

Angesichts des Lebensalters unseres Sonnensystems von etwa 4,5 Milliarden Jahren hat die Kollision vor 5,8 Millionen Jahren "gerade eben" erst stattgefunden. Dadurch sind auch die Spuren des Zusammenstoßes auf der Oberfläche der Asteroiden etwa durch Verwitterung und Erosion noch nicht ausgelöscht. Sie geben Auskunft darüber, was bei dem Zusammenstoß genau geschah und ermöglichen den Forschern, auch Rückschlüsse auf die Entstehung der Erde zu ziehen.

Asteroiden - auch Planetoiden genannt - zählen zu den Bausteinen der Planeten. Über Millionen von Jahren werden "wachsende" Planeten von den kleineren Bruchstücken bombardiert und gewinnen dabei allmählich an Größe.

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