Asthma-Mittel eingenommen
WADA-Präsident beschuldigt Galdeano

Auch Dick Pound, der Präsident der Internationalen Anti-Doping-Agentur WADA, wertet die Dopingtest-Ergebnisse von Igor Gonzalez de Galdeano als Regelverstoß.

HB LANNEMEZAN. "Die WADA und das IOC sind der Meinung, die Probe von Galdeano mit einem Wert über 1000 Nanogramm auf einen Milliliter, ist als positiv zu werten", sagte der Kanadier, machte dem in diesem Fall maßgeblichen Weltradsportverband (UCI) aber die Entscheidungs- Kompetenz nicht streitig: "Die UCI hat zu entscheiden", sagte Pound. Am Donnerstag hatte Alain Garnier, der Chef der europäischen WADA - Sektion, Stellung gegen die UCI bezogen.

Für den Dachverband UCI liegt kein Doping vor, obwohl der ehemalige Träger des Gelben Trikots bei der 89. Tour de France, Galdeano, positiv auf das verbotene Hormon Kortison getestet worden war. Und zwar mit einem so hohen Wert (1360 Nanogramm), dass laut WADA Doping-Vorsatz vorauszusetzen sei und eine therapeutische Indikation nicht vorliege. Laut UCI sei in Galdeanos Gesundheitspass ärztlich festgelegt, dass er Kortison haltiges Salbutamol-Spray gegen Asthma benutzen darf. Die Tour-Direktion hält sich aus dem Kompetenzstreit der Anti- Doping-Gremien heraus. "Wir würden gerne die Interpretation der WADA übernehmen, aber in unserem Fall ist nun einmal die UCI zuständig, und daran müssen wir uns halten", erklärte der ehemalige UCI-Vize - Präsident Daniel Baal (Frankreich), jetzt für die Tour zuständiger Direktor des Amaury-Verlages, der die Frankreich-Rundfahrt veranstaltet.

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