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Astrazeneca erfüllt Gewinnerwartungen - trotz Exanta optimistisch

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca hat beim Vorsteuerergebnis im dritten Quartal die Erwartungen erfüllt und bleibt trotz der Probleme mit dem Gerinnungshemmer Exanta in den USA für das Gesamtjahr optimistisch.

dpa-afx LONDON. Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca hat beim Vorsteuerergebnis im dritten Quartal die Erwartungen erfüllt und bleibt trotz der Probleme mit dem Gerinnungshemmer Exanta in den USA für das Gesamtjahr optimistisch. Der Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten sei von 0,47 Dollar vor einem Jahr auf 0,55 Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Experten hatten mit 0,53 bis 0,55 Dollar gerechnet. Am Londoner Aktienmarkt legten die Papiere deutlich zu.

Trotz der enttäuschenden Entwicklung bei dem Gerinnungshemmer Exanta habe sich die Geschäftslage in der zweiten Jahreshälfte bisher gut entwickelt, sagte Konzernchef Tom Mckillop. "Bei einer anhaltend starken Leistung im vierten Quartal sollte ein Gewinn je Aktie (EPS) vor Sonderposten von rund 2,10 Dollar im Gesamtjahr zu erreichen sein." Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte vor kurzem die Zulassung von Exanta in den USA verweigert.

Merrill Lynch Positiv Gestimmt

Das US-Investmenthaus Merrill Lynch sprach von einer Anhebung an das obere Ende der früheren Prognose. Bei einem Analystentreffen vor zwei Wochen habe Astrazeneca, weltweit die Nummer fünf der Branche, noch einen Mittelwert in der Spanne zwischen 2,00 und 2,15 Dollar als EPS-Ziel für das Gesamtjahr genannt. Die Analysten bestätigten ihre "Buy"-Empfehlung mit der Begründung, Astrazeneca brauche Exanta nicht unbedingt, um ein erstklassiges Gewinnwachstum zu erzielen.

Wegen der Exanta-Entscheidung der FDA wurde das Quartalsergebnis nach Unternehmensangaben durch eine Rückstellung von 80 Mill. Dollar belastet. Der Umsatz sei im dritten Quartal von 4,803 auf 5,265 Mrd. Dollar gestiegen, hieß es weiter. Der Vorsteuergewinn vor Sonderposten stieg von 1,12 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum auf 1,27 Mrd. Dollar. Analysten hatten eine Spanne von 1,22 Mrd. bis 1,32 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Seroquel Grösster Umsatzbringer

Der Umsatz mit dem Magenmittel Nexium ging im dritten Quartal um sechs Prozent zurück. Einem Umsatzrückgang von 17 Prozent in den USA stand ein Anstieg von 34 Prozent außerhalb der Staaten gegenüber. Als Grund für die Entwicklung in den USA gab das Unternehmen an, dass die Apotheken dort zu Beginn des Jahres hohe Bestände an Nexium aufgebaut hätten.

Mit dem Psychopharmakum Seroquel sei ein Umsatz von 529 Mill. Dollar erzielt worden. Somit seien die Erlöse mit diesem Mittel in den zurückliegenden zwölf Monaten auf 1,9 Mrd. Dollar gestiegen und hätten Seroquel zu dem größten Umsatzbringer gemacht.

In London zogen die Astrazeneca-Papiere nach Bekanntgabe der Zahlen bis zum Donnerstagmittag um 1,66 Prozent an. Gleichzeitig gab der Ftse-100-Index um 0,41 Prozent nach.

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