Athlet lebenslang gesperrt
Eklat: Taekwondoka tritt Referee

Das ist wohl ein olympisches Novum - und ein handfester Eklat: Der kubanische Taekwondo-Kämpfer Angel Matos fühlte sich vom Kampfrichter zu Unrecht disqualifiziert. Dem Athleten gingen die Nerven durch und was dann folgte, gehört in die Rubrik Körperverletzung.

HB PEKING. Mit einem Eklat sind die olympischen Taekwondo- Wettbewerbe am Samstag in Peking zu Ende gegangen. Aus Wut über seine Niederlage im Halbfinale des Schwergewichts über 80 Kilogramm streckte der Kubaner Angel Matos den schwedischen Hauptkampfrichter Chakir Chelbat mit einem Fußtritt an den Kopf nieder. Der internationale Verband schloss daraufhin den Olympiasieger von 2000 und dessen Trainer Leudis Gonzalez lebenslänglich von allen Wettkämpfen aus. Zudem wurden alle Ergebnisse von Matos gelöscht.

Die Siege am letzten Tag gingen an den Südkoreaner Cha Dongmin und die Mexikanerin Maria Del Rosario Espinoza im Limit über 67 kg. Cha bezwang im Finale den Europameister Alexandros Nikolaidis aus Griechenland, der bereits vor vier Jahren in Athen Zweiter geworden war. Weltmeisterin Espinoza war gegen die Norwegerin Nina Solheim mit 3:1 Punkten erfolgreich. Deutsche Athleten waren in beiden Gewichtsklassen in Peking nicht vertreten.

Matos hatte eine Pause zur Behandlung einer Verletzung bei einer eigenen 3:2-Führung überzogen und wurde daraufhin zum Verlierer erklärt. Daraufhin kam es zu Tumulten, in die sich auch der kubanische Trainer Gonzalez tätlich einmischte. Er behauptete zudem, der Kampf sei "verschoben" worden. Der Weltverband begründete seine Entscheidung zur lebenslangen Sperre in einer Erklärung: ""Das ist eine starkes Vergehen am Geist des Taekwondo und der Olympischen Spiele."

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