Athlon von AMD ist würdiger Konkurrent: Intel muss zum Marktstart des Pentium 4 Kritik einstecken

Athlon von AMD ist würdiger Konkurrent
Intel muss zum Marktstart des Pentium 4 Kritik einstecken

Der Baustein der neuesten Prozessorgeneration, der bis zu 1,5 Gigahertz schnell ist, werde den von Intel geweckten hohen Ansprüchen nicht gerecht, urteilten deutsche Fachmagazine.

dpa HAMBURG. Chip-Marktführer Intel hat zum Marktstart seines neuen Computerprozessors Pentium 4 Kritik von Experten einstecken müssen. Der Baustein der neuesten Prozessorgeneration, der bis zu 1,5 Gigahertz schnell ist, werde den von Intel geweckten hohen Ansprüchen zunächst nicht gerecht, urteilten deutsche Fachmagazine in ersten Tests am Montag. Das liege aber auch an der noch fehlenden Software, die die Leistung voll ausschöpfen könne, berichtete das Computermagazin c't (Hannover).

Der Halbleiterhersteller aus Santa Clara (US-Bundesstaat Kalifornien) hat den Chip am Montag weltweit eingeführt und will damit die Geschwindigkeitskrone von seinem Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD, Sunnyvale/Kalifornien) zurückerobern. Zwar ließe der in Israel gefertigte Baustein, der die zentralen Rechenaufgaben in einem Computer steuert, die Konkurrenz bei der Geschwindigkeit hinter sich. Doch müsse sich der neue Pentium in vielen Praxisprüfungen dem Konkurrenzprodukt Athlon von AMD mit 1,2 Gigahertz beugen, berichtete c't. Bei Standardaufgaben wie etwa Bürosoftware sei der Pentium 4 kaum schneller als sein Vorgänger Pentium III mit einem Gigahertz, berichtete auch der Onlinedienst tecChannel.de. AMD erreiche dabei sogar eine um 15 % höhere Leistung. Nur bei Spielen sehe es für den Pentium 4 günstiger aus. Die Devise "Mehr Megahertz ist auch mehr Leistung" stimme für alltägliche Anwendungen heute nicht mehr, sagte Fachredakteur Georg Schnurrer von der c't. "Teuer und langsam" lautete auch das Urteil des Onlinedienstes ZDNet.

Intel

will die Stärken des schnellen Chips vor allem in den Bereichen DVD, Musik- und Videobearbeitung und bei Spracherkennung ausspielen und bei Marktanteilen den Vorgänger Pentium III innerhalb von zwei Jahren ablösen. Den Durchbruch für den Chip erwarten Analysten für kommendes Jahr, das Weihnachtsgeschäft dagegen sei weitgehend gelaufen. Schätzungen zufolge wird Intel in diesem Jahr zunächst 500 000 Einheiten ausliefern. Bei der anlaufenden Massenproduktion kämen Intel auch höhere Kapazitäten wegen der geringeren Nachfrage nach den Vorgängerchips entgegen, hieß es. Erste Systeme sollen in Deutschland rund 6 300 DM kosten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%